Ein Zeitzeugnis moderner koreanischer Geschichte: Menschenwerk von Han Kang ist ein Roman, der die Brutalität und Willkürlichkeit des Militärs während der Gwangju-Aufstände anprangert.
Südkorea, Mai 1980: knapp 100.000 Menschen protestieren in den Straßen von Seoul gegen die herrschende Militärdiktatur unter General Chun Doo-hwan. Er ist an der Macht, seit im Oktober des vergangenen Jahres Diktator Park Chung-hee bei einem Attentat ums Leben kam. Vom 18. bis zum 27. Mai dann versammeln sich vorerst Studenten in Gwangju, um ebenfalls zu protestieren, sie werden aber schnell von den restlichen Bürgern der Stadt unterstützt. Doch die Militärregierung schlägt zurück: Soldaten bekämpfen unschuldige Bürger, Panzer rollen durch die Straßen, der Ausnahmezustand wird verhängt.










