Wakayama Bokusui – In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter

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Der Manesse Verlag hat einen Gedichtband mit Tanka des japanischen Dichters Wakayama Bokusui herausgebracht. In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter ist eine Liebeserklärung an die Natur im Allgemeinen und den Fuji im Besonderen.

Tanka werden im Gegensatz zu Haiku vermutlich den wenigsten Menschen im Westen ein Begriff sein. Haiku, die berühmten dreizeiligen Gedichte mit der 5-7-5 Silbenstruktur sind mit DIE Repräsentanten für japanische Literatur, insbesondere die japanische Lyrik. Continue reading „Wakayama Bokusui – In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter“

Amanda Lovelace – the witch doesn’t burn in this one

Rezension Amanda Lovelace the witch doesn't burn in this one

Amanda Lovelace ist mit ihrem neuen Gedichtband the witch doesn’t burn in this one zurück. Die Hexe brennt zwar tatsächlich nicht, dafür aber ziemlich viele Männer – female empowerment mal sehr radikal.

Amanda Lovelace, die nicht nur mich, sondern auch unzählige Leser mit ihrem Erstling the princess saves herself in this one begeistern konnte und somit den Goodreads Choice Award in der Kategorie „poetry“ gewann, ist nach Rupi Kaur vermutlich die am meisten gelesene und besprochene junge Lyrikerin der sogenannten tumblr poets bzw. insta poets. Im März ist ihr neues Buch erschienen, ein Gedichtband mit fast 200 Seiten, der sich eigentlich dem Feminismus widmen möchte, sich aber leider viel zu oft an der Grenze zur Misandrie bewegt. Continue reading „Amanda Lovelace – the witch doesn’t burn in this one“

Bücher wie „milk and honey“: Weitere Lyrikbände junger, starker Autorinnen

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2015 gelang der jungen kanadischen Dichterin Rupi Kaur mit ihrem Lyrikband milk and honey der internationale Durchbruch.

Weltweit verkaufte sich das kleine Büchlein über 1,5 Millionen mal und wurde in über 23 Sprachen übersetzt. 2017 erschien milk and honey unter dem Titel milch und honig in Deutschland – als zweisprachige Ausgabe. Continue reading „Bücher wie „milk and honey“: Weitere Lyrikbände junger, starker Autorinnen“

McKayla Robbin – we carry the sky

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McKayla Robbins Debüt-Gedichtband we carry the sky ist 145 Seiten lang, quasi der Durchschnitt für eine moderne Sammlung, und trotzdem letzten Endes – wie immer bei guter Lyrik – zu kurz. In vier Teilen kredenzt sie uns moderne Gedichte im Stile von Rupi Kaur, Amanda Lovelace et cetera.

come
unlace your boots
and let us be soft together
because lord knows
these years
have been hard enough already

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Poeten 2.0 – Tyler Knott Gregson und Iain S. Thomas

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Seit einigen Jahren erfährt die Lyrik einen internationalen Boom – Instagram und Tumblr sei Dank.

War es früher eine noch brotlosere Kunst als das Romanschreiben, so eröffnen sich durch das Internet ganz neue Möglichkeiten für junge Poeten.
Erst mehren sich die Follower, dann werden plötzlich Verlage und Literaturagenten aufmerksam. Viele Web-Poeten veröffentlichten ihre Gedichte zuerst im Selbstverlag oder gar nur auf ihren Social Media-Kanälen und Blogs, bevor sie dann doch noch entdeckt wurden. Continue reading „Poeten 2.0 – Tyler Knott Gregson und Iain S. Thomas“

Sarah Kay – No Matter the Wreckage

 

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Sarah Kay könnte einigen vielleicht durch ihre Poetry Slam-Auftritte bekannt sein. 2014 erschienen Gedichte von ihr in dem Band No Matter the Wreckage.

Es sind längere Gedichte, meist über eine halbe Seite lang, von denen manche mit gereimten Versen arbeiten. Viele von ihnen gehen jedoch nahezu fließend in Prosa über, sie erzählen ganze Geschichten statt nur Momente.

You will put the wind in win(d)some, lose some.
You will put the star in starting over and over.
And no matter how many land mines erupt in a minute,
be sure your mind lands on the beauty of this funny place called life.

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