Heinrich Böll – Irisches Tagebuch

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Auch nach über 60 Jahren mehr als lesenswert: Heinrich Böll nähert sich in Irisches Tagebuch Irland und seinen Bewohnern.

Mittlerweile ist Heinrich Bölls Irisches Tagebuch 61 Jahre alt. Die Auflage hat die Millionengrenze überschritten. Im Jahr 1954 war der Schriftsteller zum ersten Mal auf Achill Island, einer Insel die zur Grafschaft Mayo gehört und abgesehen von der Hauptinsel die größte Insel des Landes ist. Hier sind bis heute ungefähr 87% Prozent der Fläche mit Torfmooren bedeckt. Continue reading „Heinrich Böll – Irisches Tagebuch“

Haruki Murakami – Wilde Schafsjagd

Rezension Haruki Murakami - Wilde Schafsjagd

Wilde Schafsjagd ist Haruki Murakamis dritter Roman. Die vollkommen abgedrehte Suche nach einem ganz besonderen Schaf ist ein meisterhaft umgesetztes Werk des magischen Realismus – und eines von Murakamis besten Büchern.

„Du, in ungefähr zehn Minuten kommt ein wichtiger Anruf. Irgendwas mit Schafen“, sagte sie. „Viele Schafe und ein spezielles Schaf.“
„Schafe?“
„Ja“, sagte sie und gab mir ihre halbgerauchte Zigarette. Ich nahm einen Zug und drückte sie im Aschenbecher aus. „Und dann beginnt das Abenteuer.“

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Michail Bulgakow – Meister und Margarita

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Buchvorstellung: Mit seiner Neuübersetzung des Klassikers Meister und Margarita bietet Alexander Nitzberg eine neue Lesart des Werkes von Michail Bulgakow an, die versucht, die poetische Seite des Romans hervorzuheben.

Moskau zu Beginn der 1930er Jahre: Gemeinsam mit seinen Gehilfen begibt sich der Teufel in die Stadt und wirbelt die Metropole durcheinander. Continue reading „Michail Bulgakow – Meister und Margarita“

Cormac McCarthy – Die Straße

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Cormac McCarthys 2006 erschienener Roman Die Straße gilt als DIE Postapokalypse schlechthin. In einer Atmosphäre der Angst und Hoffnungslosigkeit kämpfen ein Vater und sein kleiner Sohn um das nackte Überleben.

Geht’s dir gut?, fragte er. Der Junge nickte. Dann marschierten sie im stahlgrauen Licht die Asphaltstraße entlang, schlurften durch die Asche, jeder die ganze Welt des anderen. Continue reading „Cormac McCarthy – Die Straße“

John Williams – Nichts als die Nacht

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John Williams Novelle Nichts als die Nacht zeigt einen jungen Mann, der sich nichts sehnlicher wünscht, als seine „Seele zu säubern“ und sich immer tiefer in seiner Gefühlswelt aus Schuld und Scham verstrickt.

Nichts als die Nacht, das Debüt von John Williams, wurde von ihm im Alter von 22 Jahren geschrieben. Die Novelle erzählt von einem Tag im Leben des jungen Arthur Maxley in San Francisco. Wir folgen ihm zu einem Treffen mit einem alten Bekannten, der sich von ihm Geld leihen will und von hier aus zu dem Wiedersehen mit seinem Vater, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Continue reading „John Williams – Nichts als die Nacht“

Ray Bradbury – Das Böse kommt auf leisen Sohlen

Ray Bradbury Das Böse kommt auf leisen Sohlen Rezension Roman Diogenes VerlagDas Böse kommt auf leisen Sohlen ist ein atmosphärisch wie sprachlich dichter Schauerroman des vor allem durch Fahrenheit 451 bekannten Schriftstellers Ray Bradbury. Die Geschichte ist eine gelungene Allegorie des allseits beliebten Gut gegen Böse-Konflikts.

Jim und Will sind beste Freunde. Sie wohnen direkt nebeneinander, sind beide dreizehn Jahre alt und entdecken kurz vor Halloween, dass ein mysteriöser Zirkus in die Stadt kommt. Neugierig wie sie sind, schleichen sie sich des Nachts auf das Gelände, da es ihnen seltsam vorkommt, dass der gesamte Zirkus heimlich in der Nach anreist und seine Zelte aufbaut. Doch was sie dort entdecken, wird sie so schnell nicht wieder loslassen… Continue reading „Ray Bradbury – Das Böse kommt auf leisen Sohlen“