David Guterson – Schnee, der auf Zedern fällt

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In seinem 1994 erschienen Debütroman Schnee, der auf Zedern fällt erzählt David Guterson von Ressentiments auf einer kleinen amerikanischen Insel.

1954 wird auf der kleinen Insel San Piedro an der Nordwestküste der USA der Lachsfischer Carl Hein tot in seinem Netz aufgefunden. Angeklagt wegen Mordes wird sein japanischstämmiger Kollege Babuo Miyamoto. Die beiden kannten sich seit ihrer Kindheit und waren bis zum Ausbruch des Krieges befreundet. Der Redakteur der lokalen Zeitung Ishmael Chambers versucht, die Hintergründe aufzudecken. Continue reading „David Guterson – Schnee, der auf Zedern fällt“

Margaret Atwood Der Report der Magd Dytopie Roman Literatur The Handmaid's Tale

Margaret Atwood – Der Report der Magd

1985 schrieb Margaret Atwood von religiösen Fanatikern, entmündigten und versklavten Frauen und Gebärmaschinen. Heute ist der dystopische Roman Der Report der Magd nicht weniger aktuell und vor allen Dingen nicht weniger eindringlich und erschütternd als damals.

We are two-legged wombs, that’s all: sacred vessels, ambulatory chalices.

Offred lebt als Magd, als Handmaid, in Gilead. Die Stadt ist eingezäunt, man steht unter ständiger Beobachtung, man muss aufpassen, wem man sich anvertraut. Lesen und schreiben ist den Frauen verboten und es herrschen strikte Hierarchien. Ganz oben in der Nahrungskette steht ein Großteil der Männer, weiter unten kommen die Wives, also die Ehefrauen, die oftmals unfruchtbar sind, sowie die Aunts, welche für die religiöse und allgemeine Erziehung der jungen Frauen, der Mägde, zuständig sind. Diese sind einzig und allein zur Reproduktion gedacht, sie besitzen keinen anderweitigen Lebensinhalt. Continue reading „Margaret Atwood – Der Report der Magd“

Stephen King – Running Man. Menschenjagd.

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Von der Dystopie zum x-beliebigen Actionstreifen zum Splatteralptraum: Stephen Kings Roman Running Man – Menschenjagd hätte er vielleicht besser mit seiner eigenen Stimme verfasst als mit der seines literarischen Alter Egos Richard Bachman.

Wir schreiben das Jahr 2025: die Menschen schauen stur ihr Free-Vee-Fernsehen und haben schon lange aufgehört, sich für die gesellschaftlichen Missstände zu interessieren. Sie sind viel zu sehr abgelenkt von gefährlichen Shows wie „Running Man“. Alle Spielshows werden von Network Games produziert, mit der Absicht, das Publikum zu unterhalten – und nicht unbedingt das Preisgeld an die Kandidaten auszahlen zu müssen, denn diese überleben sie meistens nicht. Continue reading „Stephen King – Running Man. Menschenjagd.“

Philip Roth – Verschwörung gegen Amerika

Verschwörung gegen Amerika

Philip Roths Verschwörung gegen Amerika beschäftigt sich mit der Frage „Was wäre, wenn…?“, am Ende verliert der Roman aber den Mut.

Bei den Präsidentschaftswahlen 1940 verbucht Charles Lindbergh einen eindeutigen Sieg gegen Franklin D. Roosevelt. Lindbergh, der bereits von Hitler mit einem Orden geehrt wurde, schließt mit den Nationalsozialisten einen Nichtangriffspakt. Währenddessen hat der siebenjährige jüdische Junge Philip Roth in Newark Alpträume und muss die Ohnmacht seines Vaters gegenüber dem politischen Geschehen erleben. Continue reading „Philip Roth – Verschwörung gegen Amerika“

Philip K. Dick – Blade Runner

Blade_Runner

Eine düstere Zukunft: In Blade Runner entwirft Philip K. Dick eine beängstigende Vision vom Leben auf der Erde und beschäftigt sich mit Fragen der menschlichen Identität. Ein zeitloser Science-Fiction-Klassiker.

Die Welt in der Zukunft: Nach einem Atomkrieg ist die Erde kaum noch bewohnbar. Viele Menschen sind auf den Mars ausgewandert. Auf ihrer Reise zum Mars werden den Menschen Androiden als Schutz zur Seite gestellt. Die auf der Erde verbliebenen Menschen sehen die Androiden allerdings als Gefahr an, weshalb Androiden die Erde nicht betreten dürfen. Sollten sie doch zurückkehren, werden sie von Prämienjägern gejagt. Continue reading „Philip K. Dick – Blade Runner“

Philip Roth – Amerikanisches Idyll

AmerikanischesIdyll

In Amerikanisches Idyll erzählt Philip Roth die Geschichte eines zerstörten Lebens

Seymour Levov, von allen nur „der Schwede“ genannt, wächst während den Nachkriegsjahren in der jüdischen Gemeinde von Newark auf. An der Highschool ist er ein gefeierter Sportler. Er heiratet eine ehemalige Schönheitskönigin, übernimmt die erfolgreich laufende Handschuhfabrik seines Vaters und zieht nach Old Rimrock, wo hauptsächlich weiße Protestanten leben. Sein Leben scheint perfekt zu verlaufen, bis seine stotternde Tochter zur Terroristin wird. Im Zuge der Proteste gegen den Vietnamkrieg verübt sie einen Bombenanschlag auf das örtliche Postamt, bei dem ein Mensch ums Leben kommt. Nach der Tat taucht die 17-jährige unter und die heile Welt der Familie Levov zerbricht völlig. Continue reading „Philip Roth – Amerikanisches Idyll“