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Madeline Miller – Circe

Madeline Millers Circe wagt eine weibliche Perspektive auf die griechische Sagengestalt. Ein toller Roman, der in einigen Punkten gerne noch mutiger hätte sein dürfen. Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes, Welcher so weit geirrt, nach der heiligen Troja Zerstörung, Vieler Menschen Städte gesehn, und Sitte gelernt hat, Und auf dem Meere so viel…

Sally Rooney – Gespräche mit Freunden

Sally Rooney rettet ihren Debütroman Gespräche mit Freunden nach zwei Dritteln aus der Mittelmäßigkeit. Frances und ihre Ex-Freundin Bobbi lernen das Ehepaar Melissa und Nick kennen, die als Fotojournalistin und Schauspieler arbeiten. Sie treffen sich bei Kulturveranstaltungen, zum Essen und führen Gespräche über Politik, Freundschaft, Kunst und Sex. BuchGespräche mit FreundenLiteraturRezensionRomanSally Rooney

Amélie Nothomb – Töte mich

Mord, Schicksal und Verpflichtungen: Amélie Nothombs Roman Töte mich überzeugt erneut durch großartige Dialoge und viel Skurrilität. Henri Neville, ein belgischer Graf, steht vor dem Bankrott. Die Instandhaltung des Familienschlosses Château de Pluvier, das sie demnächst verlassen müssen, hat Unsummen an Geld verschlungen. Und gerade zu diesem ungünstigen Zeitpunkt steht Henris jährliche Gartenparty an, DAS…

N. K. Jemisin – The Fifth Season

N. K. Jemisin vermischt in The Fifth Season Postapokalypse mit Fantasy und erzählt sprachlich anspruchsvoll von einer Welt am Abgrund. Die Welt, in der Essun lebt, kennt nicht nur vier Jahreszeiten, sondern fünf. Dabei handelt es sich um die endzeitliche Fünftzeit, die sich durch Erdbeben oder ähnliche Naturereignisse zeigt und bereits einige Zivilisationen ausgelöscht hat.…

Carlos Ruiz Zafón – Marina

Carlos Ruiz Zafóns Roman Marina ist eine atmosphärisch dichte und sprachlich exzellent ausgearbeitete Schauergeschichte, die uns erneut in das finstere Herz Barcelonas entführt. Óscar Drai ist fünfzehn, als er eines späten Nachmittags im Jahr 1979 in ein verlassen wirkendes Haus im Sarriá-Viertel eindringt und so Marina kennenlernt. Das Mädchen, das ihren kranken Vater pflegt und…

Andrew Ridker – Die Altruisten

Eine Familiengeschichte, der die Originalität fehlt. Andrew Ridkers Die Altruisten droht, in der Masse an Neuerscheinungen unterzugehen. Mit dem Tod von Francine Alter bricht die Familie auseinander. Die Kinder Maggie und Ethan können ihrem Vater Arthur nicht verzeihen, dass er eine Affäre mit einer jüngeren Frau begonnen hatte, während die Mutter im Sterben lag. Nach…

Han Kang – Deine kalten Hände

Han Kangs Roman Deine kalten Hände ist zwar nicht so bahnbrechend wie Die Vegetarierin oder Menschenwerk, dennoch ein eindringliches und faszinierendes Stück Prosa über Einsamkeit, Anpassung und die menschlichen Masken. Als der Bildhauer Jang Unhyong spurlos verschwindet, bittet seine Schwester die Schriftstellerin H. um Hilfe. Sie soll ein Manuskript durchsehen, das er hinterlassen hat, um…

Lawrence Osborne – Welch schöne Tiere wir sind

Lawrence Osborne macht die Insel Hydra zum Schauplatz menschlicher Abgründe. Welch schöne Tiere wir sind entwickelt sich zu einem beklemmenden Thriller. Ihre Sommerferien verbringt Naomi auf der griechischen Insel Hydra, in der Residenz ihres Vaters, der im Kunstgeschäft tätig ist. Während des heißen Sommers lernt sie Sam kennen und bei einem ihrer Ausflüge auf die…

Joshua Ferris – Männer, die sich schlecht benehmen

Joshua Ferris beschäftigt sich in seinen Geschichten kritisch mit Männern und Männlichkeit. Mit Männer, die sich schlecht benehmen hat er kluge und teilweise komische Storys geschrieben. In der Danksagung von Joshua Ferris Story-Sammlung Männer, die sich schlecht benehmen befindet sich eine kurze Passage, in der er Frauen dankt, die ihn dazu ermutigt haben, seine männlichen…

Peter Høeg – Durch deine Augen

Ein Roman über Genregrenzen hinaus: Peter Høegs Durch deine Augen übt eine sehr eigene Faszination aus und spielt mit der Phantasie seiner Leser. Was wäre, wenn Menschen in die Träume von anderen Personen eindringen und so die Vergangenheit und auch die Zukunft verändern könnten? BelletristikLiteraturPeter HoegRezensionRoman