Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – die besten Romananfänge

die besten Romananfänge

Die ersten Sätze eines Romans gehören wohl zu den wichtigsten eines Buches. Sie können den Leser für die Handlung gewinnen, Neugier wecken oder umgekehrt bereits Skepsis aufkommen lassen. Natürlich reicht es nicht, nur einen guten Einstieg zu finden, wenn der übrige Teil die Qualität nicht halten kann. Continue reading „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – die besten Romananfänge“

Zwischen Bewunderung und Abneigung – Karl Ove Knausgårds autobiographisches Projekt „Min Kamp“

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Für die einen schreibt er nur Belanglosigkeiten, für die anderen ist er einer der besten Schriftsteller seiner Generation: Karl Ove Knausgård polarisiert sowohl Leser als auch Kritiker.

Jedem, der sich für Literatur interessiert, wird dieser Name in den letzten Jahren auf die eine oder andere Weise begegnet sein: Karl Ove Knausgård. Der momentan wohl wichtigste Autor Norwegens hat durch sein sechsbändiges Projekt Min Kamp (wörtlich übersetzt: Mein Kampf) für viel Aufsehen gesorgt. Continue reading „Zwischen Bewunderung und Abneigung – Karl Ove Knausgårds autobiographisches Projekt „Min Kamp““

Märchen, Magie, Mystery: 6 Bücher für den Herbst

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Carlos Ruiz Zafón – Marina

Óscar Drais Leben verändert sich schlagartig, als er im Villenviertel Barcelonas das mysteriöse Mädchen Marina kennenlernt, welches mit ihrem Vater zusammen in der Vergangenheit zu leben scheint. Gemeinsam kommen Óscar und Marina einem dunklen Geheimnis der Stadt auf die Spur, in das eine unbekannte Dame in Schwarz involviert ist. Sie begeben sich auf eine gefährliche Spurensuche – und Óscar muss entdecken, dass nicht nur die Stadt ihre Geheimnisse hat. Continue reading „Märchen, Magie, Mystery: 6 Bücher für den Herbst“

Zitat des Tages: aus Peter Stamms „Agnes“

Zitat Peter Stamm Agnes

„Ich bin immer traurig, wenn ich ein Buch zu Ende gelesen habe“, sagte Agnes. „Es ist, als sei ich zu einer Person des Buches geworden. Und mit der Geschichte endet auch das Leben dieser Person. Aber manchmal bin ich auch froh. Dann ist das Ende wie die Befreiung aus einem bösen Traum, und ich fühle mich ganz leicht und frei, wie neugeboren. Ich frage mich manchmal, ob die Schriftsteller wissen, was sie tun, was sie mit uns anstellen.“

Peter Stamm – Agnes.

Zitat des Tages: Aus Roberto Bolaños „Die wilden Detektive“

Zitat Roberto Bolano die wilden Detektive

Über einen gewissen Zeitraum hinweg begleitet die Kritik das Werk, ehe sie entschwindet und die Leser seine Begleiter werden. Die Reise kann von sehr langer oder sehr kurzer Dauer sein. Danach sterben die Leser einer nach dem anderen, und das Werk setzt einsam seinen Weg fort, obwohl sich immer wieder neue Kritiken, neue Leser seiner Reise anschließen. Dann stirbt die Kritik ein weiteres Mal, es sterben die Leser, und auf dieser nach und nach mit von Gebeinen bedeckten Straße setzt das Werk seine Reise in die Einsamkeit fort. Sich ihm zu nähern, in seinem Kielwasser zu schwimmen bedeutet den sicheren Tod, und dennoch nähern sich ihm unermüdlich andere Kritiken, andere Leser, die allesamt von Zeit und Geschwindigkeit verschlungen werden. Am Ende reist das Werk in absoluter Einsamkeit durch die unendlichen Weiten. Und eines Tages stirbt es, so wie alle Dinge sterben, so wie die Sonne vergeht, die Erde, das Sonnensystem und die Galaxien und noch die verborgensten Teile des menschlichen Gedächtnisses. Was als Komödie beginnt, endet als Tragödie.

Roberto Bolaño, „Die wilden Detektive“.

Monatsrückblick: Unsere Bücher im Juni

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Der Juni ist vorbei und mit ihm ein spannender und vielseitiger Lesemonat. Wir haben sehr breitgefächert gelesen – von Knausgård und Bolaño über Fantasy und Satire bis hin zum historischen Roman und zur Bandbiographie. Wir haben für euch eine Übersicht über unsere Leseeindrücke zusammengestellt.

Roberto Bolaño – Die wilden Detektive

Der Student Juan Garciá Madero schließt sich während der 70er in Mexiko den viszeralen Realisten an, einer literarischen Avantgarde. Deren Köpfe, Ulises Lima und Arturo Belano, machen sich auf die Suche nach der Urmutter des Realviszeralismus. Dabei ergibt sich sich ein detektivisches Doppelspiel, sie werden in Europa und Israel gesehen, treffen auf allerhand Personen, die von ihnen berichten. Ein Buch wie Die wilden Detektive habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Continue reading „Monatsrückblick: Unsere Bücher im Juni“