Adam Haslett – Stellt euch vor, ich bin fort

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In seinem Roman Stellt euch vor, ich bin fort erzählt Adam Haslett von einer amerikanischen Familie, in der sich die manisch-depressive Erkrankung des Vaters an einen der Söhne vererbt. Nominiert wurde das Buch für den Pulitzer-Preis, den National Book Award und den National Critics Circle Award.

Margaret lernt John auf einer Party in London während der Sechzigerjahre kennen. John stammt aus einer steifen englischen Familie und ist fasziniert von der Amerikanerin. Continue reading „Adam Haslett – Stellt euch vor, ich bin fort“

Einar Kárason – Die Sturlungen. Die grosse Isländer-Saga

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Familienfehden, Schlachten, Verrat und Intrigen: Einar Kárason lässt in seinem Roman Die Sturlungen das mittelalterliche Island wiederaufstehen und porträtiert eine der wichtigsten Epochen der isländischen Geschichte.

Das 13. Jahrhundert gehört zu den kriegerischsten Zeiten, die Island je ertragen musste. Um die Vorherrschaft auf der Insel kämpfen zwei Familienclans. Schlachten, Rachefeldzüge und politische Intrigen bestimmten den Alltag der Menschen. Continue reading „Einar Kárason – Die Sturlungen. Die grosse Isländer-Saga“

Matt Haig – How to stop time/ Wie man die Zeit anhält

Matt Haig How to stop time Wie man die Zeit anhält Rezension

Matt Haigs neuer Roman How to stop time, der im April auf Deutsch erscheint, ist wieder ein gelungener literarischer Streich, unterhaltsam, philosophisch und unglaublich schön.

What is the point of living when you have no one to live for?

Tom Hazard, eigentlich Estienne Thomas Ambroise Christophe Hazard, geboren 1581 in Frankreich, hat ein Problem: er altert unglaublich langsam. Jetzt, im 21. Jahrhundert, sieht er erst aus wie 41. Bis dato hat er schon unzählige Leben gelebt, unter vielen verschiedenen Namen, immer in der Angst, man könne sein Geheimnis entdecken. Continue reading „Matt Haig – How to stop time/ Wie man die Zeit anhält“

Fernando Aramburu – Patria

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Anhand zweier Familien erzählt Fernando Aramburu in Patria, wie eine Gesellschaft aufgrund von Gewalt auseinanderbricht. Ein großer Roman über Schuld, dem Wunsch nach Vergebung, den Grenzen der Freundschaft und die Frage, was eine Gemeinschaft zusammenhält.

Am Grab ihres Mannes Txato erzählt Bittori ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus zurückzukehren, in welchem sie gemeinsam gewohnt haben. Damit kehrt sie auch zurück in das Dorf, in dem Txato vor über zwanzig Jahren von der ETA erschossen wurde. Sie will endlich verstehen, was damals wirklich geschehen ist und warum keiner ihre Familie unterstützt hat. Continue reading „Fernando Aramburu – Patria“

Kurz und knackig: Die Gabe (Naomi Alderman) & My Life on the Road (Gloria Steinem)

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Naomi Alderman – Die Gabe

Was wäre, wenn Frauen plötzlich die Macht ergreifen würden? Wenn sie sich zusammenschließen, überall auf der Welt, und ihre neu entdeckte Gabe nicht nur zum Guten benutzen? Hohe Positionen an sich reißen, die Männer unterdrücken, Angst und Schrecken verbreiten? In Naomi Aldermans dystopischem Roman Die Gabe (im Englischen: The Power, was ein deutlich passenderer Titel ist, da er gleichsam für die neu gewonnene „Macht“ wie auch für die elektrische Energie der Frauen steht) entwickeln die Frauen über Jahrzehnte hinweg eine besondere Gabe, mit der sie elektrische Stöße aus ihren Händen entsenden können. Continue reading „Kurz und knackig: Die Gabe (Naomi Alderman) & My Life on the Road (Gloria Steinem)“