Vladimir Nabokov – Lolita

Vladimir Nabokov Lolita Rezension

Vladimir Nabokovs Roman Lolita ist ein moderner Klassiker: ein poetisches wie abscheuliches Werk über die verbotene Affäre eines Enddreißigers mit einer kindlichen „Nymphette“.

Humbert Humbert zieht es nach der Trennung seiner Frau in die USA. In der Kleinstadt Ramsdale bezieht er ein Zimmer im Haus der verwitweten Charlotte Haze, die schnell Interesse an dem gutaussehenden Europäer zeigt. Doch Humbert ist vor allem interessiert an Charlottes zwölfjähriger Tochter Dolores – oder wie er sie nennt, Lolita.

John Lanchester – Die Mauer

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John Lanchesters Roman Die Mauer fehlt es an Tiefe, um den Erwartungen gerecht zu werden.

Seit dem großen Wandel wird England vor einer Mauer umgeben, die die Anderen daran hindern soll, in das Land zu gelangen. Alle jungen Menschen müssen ihren Dienst auf der Mauer verrichten und sie gegen Endringlinge verteidigen.

Rückblick: Lesemonat Juli

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Nachdem uns im Juni unsere Masterarbeiten stark im Griff hatten, haben wir es nun geschafft, einen Monatsrückblick für den Juli zu erstellen. Neun Bücher haben wir lesen können, darunter einige Highlights und Enttäuschungen.

Kenzaburo Oe – Stille Tage

Stille Tage ist ein autofiktionaler Roman über das Leben und den Alltag mit einem Kind mit Behinderung. Geschrieben ist das ganze aus der Sicht von Oes Tochter, die sich in der Abwesenheit ihrer Eltern um ihren Bruder I-Ah kümmern muss. Nachdem ich vor einigen Jahren schon mit den ersten 50 Seiten dieses dünnen Romans meine Schwierigkeiten hatte, habe ich es nun noch einmal versucht, bin aber ebenso wenig begeistert wie damals.

Carys Davies – West

Carys Davies West Rezension

Zwischen inhaltlicher Langeweile und sprachlicher Eleganz: Carys Davies West kann nur auf einer Ebene begeistern.

Der Maultierzüchter Cy Bellman aus Pennsylvania verlässt im Jahr 1815 seine Tochter, um in den Westen zu reiten. Grund für die Reise ist ein Artikel, den er in einer Zeitung gelesen hat und der ihm keine Ruhe mehr lässt: dort wurde von Knochenfunden berichtet, die zu riesigen Tieren gehören müssen.

Jimmygate – Janet Cooke und der Rücktritt vom Pulitzerpreis

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Janet Cooke ist mit ihrer erfundenen Reportage „Jimmy’s World“ in die Geschichte des modernen Journalismus eingegangen – allerdings nicht auf positive Weise. Ihr Fall ist zu einem Beispiel geworden, wie Journalisten nicht arbeiten sollten.

Lawrence Osborne – Denen man vergibt

Lawrence Osborne Denen man vergibt Rezension Roman

Ein gekonntes Spiel mit Gegensätzen: Lawrence Osborne lässt in Denen man vergibt unterschiedliche Welten aufeinanderprallen.

Mitten in der marokkanischen Wüste haben Richard und Dally sich ein Zuhause geschaffen, in das sie regelmäßig Freunde und Bekannte zu ausschweifenden Partys einladen. Ein britisches Ehepaar macht sich angetrunken auf den Weg zu dem abgelegenen Anwesen und überfährt auf der Straße einen jungen Fossilienhändler.

Matt Haig – Mach mal halblang

Matt Haig Macht mal halblang Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten Rezension

Matt Haigs neuestes Sachbuch Mach mal halblang – Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten füttert authentische persönliche Erlebnisse von Stress, Panikattacken und Ängsten mit Daten, Zahlen und Fakten, um einen spannenden Blick auf unsere moderne Gesellschaft und ihre Probleme zu werfen.

Soziale Medien, Schlafmangel, Nachrichten-Überladung: Haig erläutert, welche Faktoren den modernen Menschen heute besonders stressen und was das genau mit uns macht. Zwischen Anekdoten und eigenen Erlebnissen (wie seiner Panikattacke im Einkaufszentrum) bringt er immer wieder motivierende Worte sowie interessante und passende Fakten aus verschiedenen Studien oder Zitate von Wissenschaftlern wie Yuval Noah Harari ein.

Kurz und knackig: Nach dem Beben (Haruki Murakami)

Haruki Murakami Nach dem Beben Rezension

Eine Frau, die verschwindet, eine unbefleckte Empfängnis und ein Frosch, der Tokyo rettet – die sechs Kurzgeschichten in Murakamis Sammelband Nach dem Beben sind alle, teils eng, teils lose, mit dem Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 verknüpft.

„Wohin man auch geht, sich selbst entkommt man nicht. Es ist so wie mit dem eignen Schatten, der folgt einem auch überall hin.“

Daniel Kehlmann – Tyll

Daniel Kehlmann Tyll Rezension

Daniel Kehlmann nutzt in Tyll den mittelalterlichen Narren als Dreh- und Angelpunkt und entwirft in geschickt miteinander verbundenen Episoden ein Panorama des dreißigjährigen Krieges.

Tyll Ulenspiegel wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf geboren. Nachdem sein Vater in einen Konflikt mit Hexenjägern der katholischen Kirche gerät, flieht Tyll mit der Bäckerstochter Nele. Auf seinen Wegen durch das von den Kriegen gezeichnete Land trifft er auf die unterschiedlichsten Menschen.