Max Porter – Lanny

Max Porter Lanny Rezension

Max Porter ist zurück: Auch in seinem zweiten Roman Lanny verbindet er wieder exzeptionelles Storytelling mit mythologisch angehauchten Kreaturen, um seinen Lesern ein einzigartiges Erlebnis zu bieten.

In einem kleinen Dorf in der Nähe von London lebt Lanny mit seinen Eltern. Er ist ein merkwürdiger Junge, der in seiner eigenen Welt lebt. Als er bei dem älteren Künstler Pete Unterricht nimmt, freunden die beiden sich an. Doch kurz darauf verschwindet Lanny plötzlich spurlos.

T. C. Boyle – Das Licht

T.C. Boyle Das Licht Rezension

Vom Kollektiv zur Sekte: T. C. Boyle betrachtet in Das Licht die Anfänge des Wirkens von Timothy Leary in einer zu konventionell anmutenden Weise.

Statt weiter als Schulpsychologe zu arbeiten, hat sich der ambitionierte Fitz dazu entschlossen, eine Wissenschaftskarriere zu verfolgen, bei der Timothy Leary sein Doktorvater sein soll. Als wichtigster Schritt gilt die Aufnahme in den inneren Zirkel und die damit verbundene Teilnahme an LSD-Partys.

Dolly Alderton – Alles, was ich weiß über die Liebe

Dolly Alderton Alles was ich weiß über die Liebe Rezension

Dolly Alderton’s Debüt Alles, was ich weiß über die Liebe ist ein Memoir über das Erwachsenwerden, eine Ode an die Freundschaft und ein Appell an die Selbstliebe. 2018 wurde es mit dem britischen National Book Award ausgezeichnet.

„Ein Memoir mit Ende Zwanzig? Was kann diese unwichtige junge Frau denn schon groß zu erzählen haben?“ werden sich viele denken, die über Alles, was ich weiß über die Liebe stolpern. Denn das ist dieses Buch, kein Roman, sondern das wahre Leben Dolly Aldertons, einer Journalistin, Podcasterin, Regisseurin und Drehbuchautorin, die von ihrem Kampf des Erwachsenwerdens berichtet, von Essstörungen, gescheiterten Beziehungen, grausamen Dates, Depressionen und Angstzuständen, aber auch von Freundschaft, die alle Hindernisse überwindet und von dem schwierigen Akt der Selbstliebe.

C. E. Morgan – Der Sport der Könige

C.E. Morgan Der Sport der Könige Rezension

C. E. Morgans Südstaatenroman erzählt ohne Beschönigung von Rassismus und dem Rennsport in Kentucky.

Henry Forge und seine Tochter Henrietta verfolgen gemeinsam den Traum, das beste Rennpferd aller Zeiten zu züchten. Henrys Familie gehört zu den ältesten Dynastien in Kentucky. Das Vollblut Hellsmouth bringt die besten Voraussetzungen mit, den Ansprüchen von Henry und Henrietta zu genügen.

Rückblick: Lesemonat Februar

Processed with VSCO with a5 preset

Nachdem wir im Dezember und Januar reichlich unmotiviert und auch anderweitig beschäftigt waren, widmen wir uns heute wieder unserem Monatsrückblick und teilen mit euch die Bücher, die wir im Februar gelesen haben.

Jennifer Clement – Gun Love

Seit ihrer Geburt lebt die vierzehnjährige Pearl gemeinsam mit ihrer Mutter in einem Auto, das auf dem Parkplatz eines Trailerparks in Florida steht. Hier gehören Schießübungen zum Alltag und der wird für Pearl immer schwieriger, als mit Eli ein Mann auftaucht, der die vollständige Aufmerksamkeit ihrer Mutter auf sich zieht. Hart und gleichzeitig poetisch erzählt die Autorin Jennifer Clement die Geschichte von Pearl, die immer tiefer in die sie umgebende Gewalt hineingezogen wird. Ein Roman über Waffenliebe und eine sehr eigene Mutter-Tochter-Beziehung, der noch lange in Erinnerung bleibt und nachklingt.

Markus Zusak – Nichts weniger als ein Wunder

Markus Zusak Nichts weniger als ein Wunder Rezension

Markus Zusak verfolgt in Nichts weniger als ein Wunder einen sehr eigenen Stil, der aber ebenso wenig überzeugen kann, wie die überraschungsarme Handlung.

Nachdem ihre Mutter gestorben ist und ihr Vater sie verlassen hat, leben die fünf Dunbar-Brüder alleine und nach ihren ganz eigenen Regeln. Jeder sucht nach einem eigenen Weg, mit der Vergangenheit und der Trauer um den Verlust umzugehen.

Gute Titel, schlechte Titel?!

Gute Titel Schlechte Titel Buchtitel und ihre Übersetzungen

Beim Stöbern in der Buchhandlung oder beim Durchblättern der neuen Verlagsvorschauen fallen bestimmte Romane auf den ersten Blick mehr auf als andere. Sei es, weil uns das Cover anspricht, wir den Autor bereits kennen oder vielleicht viel Positives über ihn gehört und gelesen haben. Ein anderer Grund kann aber auch sein, dass uns der Titel besonders anspricht.

Walter Moers – Wilde Reise durch die Nacht

Walter Moers Wilde Reise durch die Nacht Rezension

Walter Moers nimmt seine Leser mit auf eine Wilde Reise durch die Nacht: auf knapp 200 Seiten spinnt er eine rasante und wahnwitzige Geschichte um die Holzschnitte Gustave Dorés.

Der zwöfljährige Gustave gerät mit seiner Crew der Aventure auf dem Ozean zwischen zwei gefährliche siamesische Zwillingstornados und stirbt. Zumindest fast. Denn plötzlich steht der Tod höchstpersönlich an Deck, im Schlepptau seine verrückte Schwester Dementia, und bietet Gustave einen mehr oder weniger fairen Deal an: er soll sechs Aufgaben lösen, um seine Seele und sein Leben zu retten.

Julian Barnes – The Only Story / Die einzige Geschichte

Julian Barnes die Einzige Geschichte Rezension

Julian Barnes lotet die Tiefen und das Scheitern einer unerhörten Beziehung aus: The Only Story knüpft an die Klasse von Vom Ende einer Geschichte an.

Als der neunzehnjährige Student Paul in den sechziger Jahren während der Ferien nach Hause kommt, überredet ihn seine Mutter, dem örtlichen Tennisclub beizutreten. Dort spielt er zusammen mit der deutlich älteren Susan Macleod. Susan ist eine gute Spielerin, die verheiratet ist und zwei fast erwachsene Töchter hat. Paul und Susan verstehen sich auf Anhieb und werden bald ein Paar.

Dennis Lehane – Mystic River

Dennis Lehane Mystic River Rezension

Thriller, Milieustudie und Psychogramm in einem: Dennis Lehane begeistert mit seinem preisgekrönten Roman Mystic River.

Dave, Jimmy und Sean kennen sich seit Kindertagen. 25 Jahre später begegnen sich die unterschiedlichen Männer wieder, nachdem Jimmys Tochter Katie ermordet in einem Pak gefunden wurde. Sean arbeitet als Polizist im Ermittlungsteam und ausgerechnet Dave ist  einer der Verdächtigen.