Walter Moers – Wilde Reise durch die Nacht

Walter Moers Wilde Reise durch die Nacht Rezension

Walter Moers nimmt seine Leser mit auf eine Wilde Reise durch die Nacht: auf knapp 200 Seiten spinnt er eine rasante und wahnwitzige Geschichte um die Holzschnitte Gustave Dorés.

Der zwöfljährige Gustave gerät mit seiner Crew der Aventure auf dem Ozean zwischen zwei gefährliche siamesische Zwillingstornados und stirbt. Zumindest fast. Denn plötzlich steht der Tod höchstpersönlich an Deck, im Schlepptau seine verrückte Schwester Dementia, und bietet Gustave einen mehr oder weniger fairen Deal an: er soll sechs Aufgaben lösen, um seine Seele und sein Leben zu retten.

Julian Barnes – The Only Story / Die einzige Geschichte

Julian Barnes die Einzige Geschichte Rezension

Julian Barnes lotet die Tiefen und das Scheitern einer unerhörten Beziehung aus: The Only Story knüpft an die Klasse von Vom Ende einer Geschichte an.

Als der neunzehnjährige Student Paul in den sechziger Jahren während der Ferien nach Hause kommt, überredet ihn seine Mutter, dem örtlichen Tennisclub beizutreten. Dort spielt er zusammen mit der deutlich älteren Susan Macleod. Susan ist eine gute Spielerin, die verheiratet ist und zwei fast erwachsene Töchter hat. Paul und Susan verstehen sich auf Anhieb und werden bald ein Paar.

Dennis Lehane – Mystic River

Dennis Lehane Mystic River Rezension

Thriller, Milieustudie und Psychogramm in einem: Dennis Lehane begeistert mit seinem preisgekrönten Roman Mystic River.

Dave, Jimmy und Sean kennen sich seit Kindertagen. 25 Jahre später begegnen sich die unterschiedlichen Männer wieder, nachdem Jimmys Tochter Katie ermordet in einem Pak gefunden wurde. Sean arbeitet als Polizist im Ermittlungsteam und ausgerechnet Dave ist  einer der Verdächtigen.

Gabriel Tallent – Mein Ein und Alles

Gabriel Tallent Mein Ein und Alles Rezension

Zwischen Literatur und Voyeurismus: Gabriel Tallent hat mit seinem Debüt Mein Ein und Alles einen unglaublich schwer verdaulichen Roman geschaffen, der von einem psychopathischen Waffennarren und verdammt viel Gewalt erzählt.

Turtle Alveston ist vierzehn Jahre alt und wächst nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem Vater auf. Völlig abgeschieden leben die beiden in einer kleinen Hütte in der Nähe von Mendocino im nördlichen Kalifornien, nur Turtles Großvater, der in einem Wohnwagen haust, ist noch in der Nähe. Turtle geht zwar zur Schule, kommt mit dem dortigen Lerntempo aber überhaupt nicht zurecht und versteht sich weder mit den anderen Schülern noch mit ihren Lehrern gut. Das ist vor allem ihrem Vater zuzuschreiben, denn Martin hat seine misogyne Einstellung an Turtle weitergegeben, die völlig ohne Frauenfiguren in ihrem Leben aufwachsen musste.

8 kurze Bücher für einen gemütlichen Lese-Sonntag

Bücher für einen gemütlichen Sonntag

Ein kalter, regnerischer Sonntag mag einem vielleicht die schönen Ausflugspläne vermiesen, ist aber noch lange kein Grund zum Trübsal blasen. Denn was gibt es tolleres, als es sich an seinem freien Tag mit Kaffee oder Tee auf dem Sofa gemütlich zu machen und ein verdammt gutes Buch zu lesen?! Da aber leider auch jeder Sonntag nur begrenzt viele Stunden hat, stellen wir euch heute acht Bücher vor, die so kurz und so gut sind, dass ein einziger Nachmittag schon ausreicht, um von Anfang bis Ende in ihnen zu versinken.

Guillermo Arriaga – Der Wilde

Guillermo Arriaga Der Wilde Rezension

Ein Werk über das Tier im Menschen: Guillermo Arriagas Roman Der Wilde kann seine Leser lange fesseln, bis die letzten hundert Seiten den Gesamteindruck deutlich schmälern.

Juan Guillermo wächst in den späten 60er Jahren in Mexiko-City auf. Niemand ahnt, dass sein Bruder Carlos einer der erfolgreichsten Drogenhändler der Stadt ist. Nachdem Carlos von einer radikalen katholischen Jugendgruppe ermordet wurde, brennt Juan auf Rache.

Karl Ove Knausgård – Kämpfen

Karl Ove Knausgard Kämpfen Rezension

Mit Kämpfen hat der norwegische Autor seine Reihe beendet und berichtet zum letzten Mal von seinem Leben, seiner Arbeit, seiner Frau, seinen Ängsten und seinen Kindern. Vor allem der essayistische Mittelteil dürfte wohl für gespaltene Meinungen sorgen.

Nun ist es also tatsächlich geschafft. Hunderte Seiten intensiver Auseinandersetzung mit sich selbst liegen hinter mir und der letzte Band von Karl Ove Knausgårds Min Kamp Reihe ist damit abgeschlossen.

Christian Kracht – Faserland

Rezension Christian Kracht Faserland

Zwischen Misanthropie und Melancholie: Christian Krachts 1995 erschienener Debütroman Faserland ist ein Meilenstein der deutschsprachigen Popliteratur, der auch nach über 20 Jahren noch eine unglaubliche Kraft entfaltet.

Deutschland in den 90er-Jahren: Der namenlose Protagonist und Ich-Erzähler reist von Sylt aus einmal quer durch die Bundesrepublik bis in die Schweiz, trifft alte Bekannte, geht auf Partys, trinkt, probiert Drogen aus, was man nun mal so macht wenn man jung ist und zu viel Geld und Zeit hat. In extrem zynischem Ton schildert er seine Beobachtungen und Empfindungen, stets zwischen Rausch, Ennui und einer grundlegenden Abneigung.

19 Bücher für 2019

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Das neue Jahr hat begonnen und erwartet uns mit unzähligen spannenden Neuerscheinungen und so vielen Büchern der Backlist, dass wir wieder mal gar nicht wissen, wo wir anfangen sollen.
Von den 18 Büchern, die wir uns für 2018 vorgenommen hatten, haben wir lediglich 9 geschafft – was uns aber keinesfalls daran gehindert hat, für dieses Jahr eine vollkommen neue Liste zu erstellen!
Hier also 19 Bücher, die wir 2019 vielleicht lesen werden, aber auf alle Fälle gerne lesen würden!

Sylvain Neuvel – Giants. Die letzte Schlacht

Sylvain Neuvel Giants 3 Die letzte Schlacht Rezension

Im November ist der dritte und letzte Teil der Themis Files von Sylvain Neuvel erschienen. Giants – Die letzte Schlacht ist zwar ein würdiger Nachfolger, kann aber nicht das hohe Niveau der ersten beiden SciFi-Bände halten.

Fast zehn Jahre ist es bereits her, dass die außerirdischen Roboter überall auf der Erde auftauchten und eine Welle der Zerstörung hinterließen, bei der Millionen Menschen ums Leben kamen. Ebenfalls so lange her ist es, dass Themis mitsamt den Wissenschaftlern Dr. Rose Franklin und Vincent Couture sowie General Eugene Govender und Vincents zehnjähriger Tochter Eva an Bord auf den fremden Planeten geholt wurde.