
Schon auf der ersten Seite habe ich mich in den Schreibstil von Weißer Sommer verliebt – in die Wortwahl, in die Sprachbilder, in diese ruhige, fast tastende Art, mit der Eva Pramschüfer ihre Geschichte aufspannt.
Eva Pramschüfers Debütroman Weißer Sommer erzählt von Alma und Théo, einem Paar, das sich liebt und das sich doch an einem Punkt wiederfindet, an dem diese Liebe nicht mehr selbstverständlich trägt. Ohne großes Ausbrechen, eher in einer stillen Konsequenz, ziehen sie sich für einen letzten gemeinsamen Sommer in das Haus von Almas Familie in Südfrankreich zurück. Die Idee ist dabei weniger romantische Auszeit als vielmehr ein Aufschub: ein Zwischenraum, in dem sich entscheiden soll, ob es weitergeht oder ob dieser Sommer bereits der letzte gemeinsame ist. Zwischen der Hitze des Südens und den eigenen Erinnerungen entsteht ein Raum, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart überlagern.









