C. E. Morgan – Der Sport der Könige

C.E. Morgan Der Sport der Könige Rezension

C. E. Morgans Südstaatenroman erzählt ohne Beschönigung von Rassismus und dem Rennsport in Kentucky.

Henry Forge und seine Tochter Henrietta verfolgen gemeinsam den Traum, das beste Rennpferd aller Zeiten zu züchten. Henrys Familie gehört zu den ältesten Dynastien in Kentucky. Das Vollblut Hellsmouth bringt die besten Voraussetzungen mit, den Ansprüchen von Henry und Henrietta zu genügen.

Rückblick: Lesemonat Februar

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Nachdem wir im Dezember und Januar reichlich unmotiviert und auch anderweitig beschäftigt waren, widmen wir uns heute wieder unserem Monatsrückblick und teilen mit euch die Bücher, die wir im Februar gelesen haben.

Jennifer Clement – Gun Love

Seit ihrer Geburt lebt die vierzehnjährige Pearl gemeinsam mit ihrer Mutter in einem Auto, das auf dem Parkplatz eines Trailerparks in Florida steht. Hier gehören Schießübungen zum Alltag und der wird für Pearl immer schwieriger, als mit Eli ein Mann auftaucht, der die vollständige Aufmerksamkeit ihrer Mutter auf sich zieht. Hart und gleichzeitig poetisch erzählt die Autorin Jennifer Clement die Geschichte von Pearl, die immer tiefer in die sie umgebende Gewalt hineingezogen wird. Ein Roman über Waffenliebe und eine sehr eigene Mutter-Tochter-Beziehung, der noch lange in Erinnerung bleibt und nachklingt.

Markus Zusak – Nichts weniger als ein Wunder

Markus Zusak Nichts weniger als ein Wunder Rezension

Markus Zusak verfolgt in Nichts weniger als ein Wunder einen sehr eigenen Stil, der aber ebenso wenig überzeugen kann, wie die überraschungsarme Handlung.

Nachdem ihre Mutter gestorben ist und ihr Vater sie verlassen hat, leben die fünf Dunbar-Brüder alleine und nach ihren ganz eigenen Regeln. Jeder sucht nach einem eigenen Weg, mit der Vergangenheit und der Trauer um den Verlust umzugehen.

Gute Titel, schlechte Titel?!

Gute Titel Schlechte Titel Buchtitel und ihre Übersetzungen

Beim Stöbern in der Buchhandlung oder beim Durchblättern der neuen Verlagsvorschauen fallen bestimmte Romane auf den ersten Blick mehr auf als andere. Sei es, weil uns das Cover anspricht, wir den Autor bereits kennen oder vielleicht viel Positives über ihn gehört und gelesen haben. Ein anderer Grund kann aber auch sein, dass uns der Titel besonders anspricht.

Walter Moers – Wilde Reise durch die Nacht

Walter Moers Wilde Reise durch die Nacht Rezension

Walter Moers nimmt seine Leser mit auf eine Wilde Reise durch die Nacht: auf knapp 200 Seiten spinnt er eine rasante und wahnwitzige Geschichte um die Holzschnitte Gustave Dorés.

Der zwöfljährige Gustave gerät mit seiner Crew der Aventure auf dem Ozean zwischen zwei gefährliche siamesische Zwillingstornados und stirbt. Zumindest fast. Denn plötzlich steht der Tod höchstpersönlich an Deck, im Schlepptau seine verrückte Schwester Dementia, und bietet Gustave einen mehr oder weniger fairen Deal an: er soll sechs Aufgaben lösen, um seine Seele und sein Leben zu retten.

Julian Barnes – The Only Story / Die einzige Geschichte

Julian Barnes die Einzige Geschichte Rezension

Julian Barnes lotet die Tiefen und das Scheitern einer unerhörten Beziehung aus: The Only Story knüpft an die Klasse von Vom Ende einer Geschichte an.

Als der neunzehnjährige Student Paul in den sechziger Jahren während der Ferien nach Hause kommt, überredet ihn seine Mutter, dem örtlichen Tennisclub beizutreten. Dort spielt er zusammen mit der deutlich älteren Susan Macleod. Susan ist eine gute Spielerin, die verheiratet ist und zwei fast erwachsene Töchter hat. Paul und Susan verstehen sich auf Anhieb und werden bald ein Paar.

Dennis Lehane – Mystic River

Dennis Lehane Mystic River Rezension

Thriller, Milieustudie und Psychogramm in einem: Dennis Lehane begeistert mit seinem preisgekrönten Roman Mystic River.

Dave, Jimmy und Sean kennen sich seit Kindertagen. 25 Jahre später begegnen sich die unterschiedlichen Männer wieder, nachdem Jimmys Tochter Katie ermordet in einem Pak gefunden wurde. Sean arbeitet als Polizist im Ermittlungsteam und ausgerechnet Dave ist  einer der Verdächtigen.

Gabriel Tallent – Mein Ein und Alles

Gabriel Tallent Mein Ein und Alles Rezension

Zwischen Literatur und Voyeurismus: Gabriel Tallent hat mit seinem Debüt Mein Ein und Alles einen unglaublich schwer verdaulichen Roman geschaffen, der von einem psychopathischen Waffennarren und verdammt viel Gewalt erzählt.

Turtle Alveston ist vierzehn Jahre alt und wächst nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem Vater auf. Völlig abgeschieden leben die beiden in einer kleinen Hütte in der Nähe von Mendocino im nördlichen Kalifornien, nur Turtles Großvater, der in einem Wohnwagen haust, ist noch in der Nähe. Turtle geht zwar zur Schule, kommt mit dem dortigen Lerntempo aber überhaupt nicht zurecht und versteht sich weder mit den anderen Schülern noch mit ihren Lehrern gut. Das ist vor allem ihrem Vater zuzuschreiben, denn Martin hat seine misogyne Einstellung an Turtle weitergegeben, die völlig ohne Frauenfiguren in ihrem Leben aufwachsen musste.

8 kurze Bücher für einen gemütlichen Lese-Sonntag

Bücher für einen gemütlichen Sonntag

Ein kalter, regnerischer Sonntag mag einem vielleicht die schönen Ausflugspläne vermiesen, ist aber noch lange kein Grund zum Trübsal blasen. Denn was gibt es tolleres, als es sich an seinem freien Tag mit Kaffee oder Tee auf dem Sofa gemütlich zu machen und ein verdammt gutes Buch zu lesen?! Da aber leider auch jeder Sonntag nur begrenzt viele Stunden hat, stellen wir euch heute acht Bücher vor, die so kurz und so gut sind, dass ein einziger Nachmittag schon ausreicht, um von Anfang bis Ende in ihnen zu versinken.

Guillermo Arriaga – Der Wilde

Guillermo Arriaga Der Wilde Rezension

Ein Werk über das Tier im Menschen: Guillermo Arriagas Roman Der Wilde kann seine Leser lange fesseln, bis die letzten hundert Seiten den Gesamteindruck deutlich schmälern.

Juan Guillermo wächst in den späten 60er Jahren in Mexiko-City auf. Niemand ahnt, dass sein Bruder Carlos einer der erfolgreichsten Drogenhändler der Stadt ist. Nachdem Carlos von einer radikalen katholischen Jugendgruppe ermordet wurde, brennt Juan auf Rache.