Fuminori Nakamura – Die Maske

Fuminori Nakamura Die Maske Rezension Diogenes Roman

Fuminori Nakamuras neuer Roman Die Maske erzählt düster, brutal und spannungsgeladen von einem jungen Mann, der sich den grausamen Machenschaften seines Vaters entgegenzustellen versucht, dabei jedoch an seine moralischen Grenzen stößt. Darf man Feuer mit Feuer bekämpfen?

Als Fumihiro Kuki noch ein Kind ist, warnt ihn sein Vater, dass er ihn als Jugendlichen zu einem sogenannten Geschwür erziehen will. Nach einer alten Familientradition gebe es immer wieder jemanden, der im Namen der Familie Unheil über die Welt bringen solle, Tod, Gewalt, Verderben. Doch Fumihiro, der jeglicher Wärme und Vaterliebe entbehren musste, will sich seinem Vater widersetzen. Continue reading „Fuminori Nakamura – Die Maske“

#WomeninSciFi – Ann Leckies „Die Maschinen“

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Einige von euch werden es sicherlich schon mitbekommen haben, dass Sabine vom Blog bingereader.org vor einiger Zeit für das Jahr 2018 das Thema „Women in SciFi“ ausgerufen hat. Wie sie darauf gekommen ist und worum es sich dabei genau handelt, erfahrt ihr hier. Wir möchten jedem von euch Sabines Blog und auch ihre Aktion „Women in SciFi“ mit Nachdruck empfehlen. Continue reading „#WomeninSciFi – Ann Leckies „Die Maschinen““

Monatsrückblick: Unsere Bücher im März

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Frohe Ostern allerseits!

Der März war für uns ein äußerst interessanter Lesemonat. Während die eine grippebedingt auf leichte Kost setzen musste, war der andere mit über 2.000 Seiten High-Fantasy beschäftigt. Hier haben wir für euch einen kleinen Überblick über unsere Lektüre des letzten Monats zusammengestellt.

Arno Geiger – Unter der Drachenwand

Arno Geiger beschäftigt sich in seinem Roman mit dem Leben hinter der Front kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Aus verschiedenen Perspektiven und mithilfe unterschiedlicher Darstellungsmittel (Briefe, Tagebücher) entsteht ein eindrucksvolles Bild des schwierigen Alltags. Continue reading „Monatsrückblick: Unsere Bücher im März“

Michelle Steinbeck – Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch

Rezension Michelle Steinbeck mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch

Jungschriftstellerin Michelle Steinbeck hat mit ihrem Debütroman Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch ein Stück (alp)traumhaft-surrealistische Prosa jenseits des Mainstreams geschaffen, die deutlich aus der Masse der Neuerscheinungen heraussticht.

Loribeth, eine junge Frau (oder ein Mädchen?) unbekannten Alters kehrt in ihr Elternhaus zurück – die Mutter ist in einer Anstalt, der Vater lange fort und der kleine Bruder feiert exzessiv mit seinen Freunden im Wohnzimmer. Als sie versehentlich ein spielendes Kind mit einem Bügeleisen tötet, steckt sie es kurzerhand in den alten Koffer ihres Vaters, den sie ihm sowieso zurückbringen wollte. Continue reading „Michelle Steinbeck – Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch“

James Baldwin – Von dieser Welt

James Baldwin von dieser Welt Rezension

Lange war die deutsche Fassung von James Baldwins Klassiker Go tell it on the Mountain vergriffen. Jetzt ist der zeitlose Klassiker endlich wieder unter dem Titel Von dieser Welt verfügbar und hat nichts von seiner Sprachmächtigkeit und Aktualität eingebüßt.

Mit der Neuübersetzung seines ersten Werks Go tell it on the Mountain ist nun der Debütroman von James Baldwin auch wieder auf Deutsch erhältlich. Das Buch wurde 1953 erstmals publiziert. Continue reading „James Baldwin – Von dieser Welt“

Arno Geiger – Unter der Drachenwand

Arno Geiger Unter der Drachenwand Rezension

Unter der Drachenwand von Arno Geiger erzählt in ruhigen Tönen von den Auswirkungen des Krieges abseits der Kämpfe und dem Ringen darum, das Menschsein zu bewahren.

Der Soldat Veit Kolbe verbringt aufgrund einer Verletzung mehrere Monate am Mondsee. Es ist das Jahr 1944 und der Krieg für Deutschland eigentlich bereits verloren. Doch wie lange dauert es noch, bis wieder Frieden herrscht? Continue reading „Arno Geiger – Unter der Drachenwand“