Unsere besten Bücher 2018

Jahresrückblick (2)

Heute wollen wir uns gemeinsam mit euch von dem Jahr 2018 verabschieden und noch einmal gemeinsam unsere literarischen Highlights durchgehen. Folgende elf Bücher konnten uns in den letzten zwölf Monaten richtig begeistern:

Yaa Gyasi – Heimkehren

Ghana im 18. Jahrhundert. Effia und Esi, zwei Schwestern, die zwar dieselbe Mutter haben, aber unterschiedliche Väter, wissen nichts von der Existenz der jeweils Anderen. Während Effia einen britischen Offizier heiratet, der in der Festung von Cape Coast Sklavenhandel betreibt, sitzt ihre Schwester am anderen Ende der Nahrungskette, nämlich mit dutzenden anderen Sklaven im Kerker und wartet auf ihre Verschiffung nach Amerika.

Weihnachts-Book-Haul

Wir hoffen, ihr hattet alle erholsame und möglichst besinnliche Feiertage!

Bei uns sind über Weihnachten einige neue Bücher eingezogen, die wir euch hier vorstellen möchten.

David Foster Wallace – Der Spaß an der Sache: Alle Essays

Zum zehnten Todestag des wichtigsten amerikanischen Autors seiner Generation erscheinen alle Essays in einem Band. Gerade die Essays und Reportagen sind für viele Kritiker und Leser Wallace’ Königsdisziplin, und in dieser nach Themen geordneten Anthologie sind seine Beobachtungsschärfe und sprachliche Brillanz neu zu entdecken. Neben Romanen und Erzählungen hat David Foster Wallace immer auch Essays geschrieben, mal im Auftrag von Zeitschriften und Zeitungen, mal für Sammlungen.

Zitat des Tages: Aus Carlos Ruiz Zafóns „Das Labyrinth der Lichter“

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Eine Geschichte hat weder Anfang noch Ende, nur Eingangstüren. Eine Geschichte ist ein unendliches Labyrinth aus Wörtern, Bildern und Geistern, die sich verschwören, um uns die unsichtbare Wahrheit über uns selbst zu enthüllen. Letztlich ist eine Geschichte ein Gespräch zwischen dem Erzähler und dem Zuhörer, und ein Erzähler kann nur so weit erzählen, wie sein Handwerk es zulässt, und ein Leser kann nur so weit lesen, wie es in seiner Seele festgeschrieben ist.

 

Carlos Ruiz Zafón, „Das Labyrinth der Lichter“

Sayaka Murata – Die Ladenhüterin

Sayaka Murata Die Ladenhüterin Rezension

Die Ladenhüterin ist der Debütroman der japanischen Autorin Sayaka Murata und erzählt die wunderbar überspitze Geschichte zweier Außenseiter inmitten einer leistungsorientierten Gesellschaft.

Keiko Furukara ist schon 36 Jahre alt, aber immer noch unverheiratet und kinderlos. Als wäre das nicht schon schlimm genug, geht sie außerdem keinem anständigen Beruf nach, sondern arbeitet lediglich als Aushilfe in einem Konbini, einem 24-Stunden-Supermarkt. Und das schon seit 18 Jahren. Doch Keiko denkt gar nicht daran, etwas an ihrem Leben zu ändern, auch wenn ihr der Druck von Familie und Freunden zu schaffen macht.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – die besten Romananfänge

die besten Romananfänge

Die ersten Sätze eines Romans gehören wohl zu den wichtigsten eines Buches. Sie können den Leser für die Handlung gewinnen, Neugier wecken oder umgekehrt bereits Skepsis aufkommen lassen. Natürlich reicht es nicht, nur einen guten Einstieg zu finden, wenn der übrige Teil die Qualität nicht halten kann.

Steffen Mensching – Schermanns Augen

Steffen Mensching Schermanns Augen Rezension

In seinem Roman Schermanns Augen erzählt Steffen Mensching die Geschichte des Graphologen Rafael Schermann zwischen sowjetischen Gulags und Parisern Salons.

Im Jahr 1940 landet Rafael Schermann am Ende der Welt: im Lager Artek, einem sowjetischen Gulag. Schermann, der als Graphologe aus Handschriften Vorhersagen ableiten kann, erzeugt großes Interesse. Nicht nur der Lagerkommandant, sondern auch einige der Mitgefangenen wollen seine Dienste in Anspruch nehmen.

Monatsrückblick: Unsere Bücher im November

Wir wünschen euch einen schönen ersten Advent!
Das Jahresende nähert sich schon in erschreckend schnellen Schritten und bald klopft auch schon der Weihnachtsstress an die Tür. Aber vorher möchten wir – pünktlich zum Dezemberbeginn – dann noch einmal auf unsere gelesenen Bücher im November zurückblicken, die uns mal mehr und mal weniger begeistern konnten.

Guillermo Arriaga – Der Wilde

Juan Guillermo wächst um das Ende der 1960er Jahre in einem ärmeren Viertel von Mexiko-City auf. Als Jugendlicher erlebt er, wie erst sein Bruder ermordet wird und wenig später auch die Eltern sowie seine Großmutter sterben. Sein Ziel ist es, sich an den Mördern seines Bruders zu rächen.

Lesefreude Schenken: Besondere Bücher zu Weihnachten

besondere Bücher Weihnachtsgeschenke

Nur noch vier Wochen bis Weihnachten und ihr habt noch keine Ideen für Geschenke? Verzweifelt nicht! (Vielleicht doch, aber nur ein bisschen!) Zumindest was bibliophile Freunde und Verwandte betrifft, können wir euch weiterhelfen. Wir haben hier ein paar Geschenkideen für Freunde besonders schöner Bücher versammelt.

Paul Beatty- Der Verräter

Eine Satire, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt: In seinem ausgezeichneten Roman Der Verräter fordert Paul Beatty den Leser mit einem provokanten Szenario heraus.

Zu Beginn sitzt der Ich-Erzähler auf einer Bank im Supreme-Court und wartet auf seine Verhandlung. Angeklagt ist er wegen der Missachtung des 13. und 14. Zusatzartikels. Also Abschaffung der Sklaverei und Gleichstellung. Der schwarze Erzähler stammt aus Dickens, einem Vorort von Los Angeles, wo er Wassermelonen und Marihuana anbaut.

Min Jin Lee – Ein einfaches Leben

Min Jin Lee ein einfaches Leben Rezension

Min Jin Lees Roman Ein einfaches Leben erzählt die Geschichte einer ganzen Familie – vier Generationen auf der bewegenden Suche nach Identität und Heimat.

„Was können wir tun, mein Kind, außer durchhalten?“

Korea in den 1920er Jahren. Nachdem ihr Vater früh verstarb, arbeitet Sunja in dem Gasthaus ihrer Mutter in einem kleinen Dorf in Yeongdo, an der Südküste Koreas. Korea steht unter der japanischen Herrschaft, Arbeit und Nahrungsmittel werden knapper, während die Japaner die Einheimischen unterdrücken, ihnen den Gebrauch ihrer eigenen Sprache verbieten und junge Frauen mit dubiosen Angeboten locken, um sie dann als sogenannte Trostfrauen als Sexsklavinnen für die japanische Armee arbeiten zu lassen. Als Sunja eines Tages schwanger wird, steht sie vor der Wahl: hier bleiben, in einem Land ohne Hoffnung und Zukunft, oder mit dem Priester Isak nach Japan zu dessen Bruder auszuwandern.