Cixin Liu – Jenseits der Zeit

Cixin Liu Jenseits der Zeit Rezension

Mit Jenseits der Zeit liefert Cixin Liu ein würdiges Ende seiner Trilogie und beweist erneut seinen unerschöpflichen Ideenreichtum.

Achtung: Da es sich um den dritten Teil einer Reihe handelt, finden sich im Text Spoiler zur Handlung der beiden vorhergegangen Bände.

Rückblick: Lesemonat April

Lesemonat April Murakami Houellebecq Rachel Cusk Juan Gabriel Vásquez Jaroslav Rudis Cixin Liu

Der April hielt einige tolle Leseerlebnisse für uns bereit sowie eine ziemliche Enttäuschung – und mit Houellebecqs Elementarteilchen auch einen Roman, der gar nicht so leicht zu besprechen ist. Folgende Bücher konnten uns im letzten Monat überzeugen oder auch nicht:

Mackenzi Lee – Kick-Ass Women: 52 Wahre Heldinnen

Dieses schöne illustrierte Buch aus dem Suhrkamp-Verlag erinnert an Good Night Stories for Rebel Girls. 52 Heldinnen der Geschichte werden hier porträtiert: ihr Leben und Schaffen wird übersichtlich und umgangssprachlich-locker zusammengefasst, begleitet werden die Texte von bunten und ausdrucksstarken Bildern der Damen.

Juan Gabriel Vásquez – Die Gestalt der Ruinen

Juan Gabriel Vasquez Die Gestalt der Ruinen Rezension

Über Morde an Politikern nähert sich Juan Gabriel Vásquez der Geschichte seiner Heimat an und hat mit Die Gestalt der Ruinen sein bisher eindrucksvollstes Werk geschaffen.

Durch einen Museumseinbruch kommt der seltsame Carlos Carballo in die Schlagzeilen. Aber hinter der Tat steht ein für ihn tieferer Sinn: Schon sein ganzes Leben hat er sich mit politischen Morden und deren Aufklärung beschäftigt. Einer der für ihn wichtigsten ist das Attentat aus dem Jahr 1948 auf den liberalen Politiker Jorge Eliécer Gaitán in Bogotá, dessen Tod Kolumbien in eine tiefe Krise stürzte.

Haruki Murakamis Kurzgeschichten

Haruki Murakami Kurzgeschichten

Haruki Murakami ist den meisten Lesern vermutlich durch seine Romane bekannt: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt, Kafka am Strand, 1Q84, Mister Aufziehvogel, Naokos Lächeln, Südlich der Grenze, Westlich der Sonne oder der jüngst erschienene Zweiteiler Die Ermordung des Commendatore sind allesamt Weltbestseller. Doch der japanische Kultautor schreibt auch Kurzgeschichten. Und zwar immer dann, wie er selbst sagt, wenn er gerade einen Roman beendet hat. Und nach ein paar Kurzgeschichten kommt – genau, die große Lust, wieder einen neuen Roman zu verfassen.

4 gute Gründe, Laura Bates‘ „Everyday Sexism“ zu lesen

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metoo, aufschrei und alte weiße Männer: Seximusdebatten gab es in den letzten Jahren reichlich, meistens fanden sie im Internet statt. So auch Laura Bates‘ Projekt Everyday Sexism, welches im Jahr 2012 über eine eigens eingerichtete Website und die sozialen Medien Erfahrungsberichte von Frauen aus Großbritannien sammelte und wenig später als gedrucktes Buch erschien: offline, voller Emotionen UND Statistiken, bietet es einen umfassenden und nicht leicht zu verdauenden Überblick über Sexismus im Alltag, welcher in der Politik, in den Medien, an den Schulen und Universitäten und an unseren Arbeitsplätzen präsent ist.

Cixin Liu – Die wandernde Erde

Cixin Liu Die wandernde Erde Rezension

Cixin Lius Kurzgeschichtensammlung Die wandernde Erde kann nicht nur Fans begeistern, sondern bietet auch neuen Lesern einen sinnvollen Einstieg in die Welt und das Werk des Science-Fiction Autors.

Mit seiner Trisolaris-Trilogie schaffte es der chinesische Sci-Fi-Autor Cixin Liu, auch außerhalb seiner Heimat für Aufsehen zu sorgen. Glaubt man den Stimmen auf dem Buchcover, gehören unter anderem Mark Zuckerberg und Barack Obama zu seinen bekanntesten Fans.

Hanya Yanagihara – Das Volk der Bäume

Hanya Yanagihara Das Volk der Bäume Rezension

Abenteuerroman, Forschungsbericht, fiktionale Autobiografie und ein sich langsam entfaltendes Szenario des Grauens: Hanya Yanagihara beweist mit ihrem Debütroman Das Volk der Bäume, der erst jetzt ins Deutsche übersetzt wurde, erneut ihr außergewöhnliches schriftstellerisches Talent.

Norton Perina hat gerade sein Medizinstudium beendet, als sich ihm eine ungeahnte Möglichkeit bietet: er soll den Anthropologen Paul Tallent auf die mikronesische Insel Ivu’ivu begleiten. Dort habe dieser einen bisher unbekannten Stamm gefunden, der völlig abgeschottet von der Zivilisation lebt. Doch vor Ort macht die Gruppe eine noch viel bedeutendere Entdeckung: sie stoßen auf Ureinwohner, die aussehen, als wären sie erst 40 Jahre alt – nach Perinas Untersuchungen zufolge müssten sie jedoch jenseits der 100 sein.

Rückblick: Lesemonat März

Rückblick Lesemonat März

So viele Seiten, so viel Zauber und so viele Entdeckungen brachte uns der Lesemonat März mit seiner Genrevielfalt! Im Großen und Ganzen lässt er uns ganz zufrieden zurück, wobei ein paar Romanen definitiv noch etwas Luft nach oben haben. Das Highlight? Hanya Yanagiharas Erstlingswerk Das Volk der Bäume, welches im Original vor Ein wenig Leben erschien, im Deutschen aber erst im Januar diesen Jahres.

Rainald Goetz – Irre

Rezension Rainald Goetz Irre Roman

Irre erzählt von einem „Helden unserer Tage“. Bis heute ist Rainald Goetz‘ Debütroman ein mehr als verdienter Klassiker der jüngeren deutschen Literatur.

Rainald Goetz‘ Debütroman Irre wurde 1983, also vor 26 Jahren, veröffentlicht. An Aktualität und Klasse hat das Buch bis heute nichts eingebüßt. Im selben Jahr machte der Autor von sich reden, als er sich beim Klagenfurter Bachmannpreis zu den Worten „Ihr könnts mein Hirn haben“ mit einer Rasierklinge selbst verletzte.

Mary Beard – SPQR. Die tausendjährige Geschichte Roms

Mary Beard SPQR die tausendjaehrige Geschichte Roms Rezension

Mit der Cambridge Professorin im antiken Roman: Mary Beard erkundet in SPQR das erste römische Jahrtausend.

Auf fast 600 Seiten versucht Mary Beard, eine tausendjährige Geschichte des römischen Reiches zu erzählen. Die Autorin ist Professorin für Klassische Altertumswissenschaft an der Universität von Cambridge.