Female Rage und Unhinged Women in der Literatur

Female Rage und Unhinged Women in der Literatur
Wir Frauen sind wütend.

Doch diese Wut ist keine neue Erscheinung – sie ist vielmehr eine Emotion, die über Jahrhunderte systematisch unterdrückt und tabuisiert wurde. Doch in der modernen Literatur und Popkultur findet sie endlich ihren Platz. Besonders im englischsprachigen Raum sind Unhinged Women – unberechenbare, wütende, komplexe Protagonistinnen – in den letzten paar Jahren zu einem festen Bestandteil der kulturellen Landschaft geworden. Doch was steckt hinter diesem Phänomen, und warum gewinnt Female Rage gerade jetzt so stark an Bedeutung?

Japanische Literatur abseits von Murakami: Starke weibliche Stimmen aus Japan

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Wenn wir 10 Leute befragen, was oder wen sie mit japanischer Literatur verbinden, werden vermutlich 8 Leute „Haruki Murakami“ antworten. Verdient, würde ich sagen, denn er ist nicht nur einer meiner Lieblingsautoren, sondern extrem populär und erfolgreich. Aber: Bei vielen Menschen hört die Kenntnis genau hier auf.

Dabei hat Japan so viele weitere interessante und talentierte Autor:innen zu bieten. Insbesondere in den letzten paar Jahren haben sich Frauen in Japan selbst, aber auch im englisch- und deutschsprachigen Raum einen Namen mit ihren Büchern gemacht. Allen voran sind wahrscheinlich Banana Yoshimoto und Sayaka Murata zu nennen, DIE weiblichen Stars der aktuellen japanischen Literaturszene.

Jens Beckert – Verkaufte Zukunft. Warum der Kampf gegen den Klimawandel zu scheitern droht

Jens Beckert Verkaufte Zukunft Warum der Kampf gegen den Klimawandel zu scheitern droht

Sozialwissenschaftler Jens Beckert wirft in seinem Sachbuch Verkaufte Zukunft. Warum der Kampf gegen den Klimawandel zu scheitern droht einen kritisch-realistischen Blick auf Klimapolitik, Kapitalismus und das große Versagen unserer Gesellschaft.

Beckert untersucht in seinem brandaktuellen Buch die Gründe, warum es der Gesellschaft nicht gelingt, den Klimawandel effektiv zu bekämpfen: Trotz jahrzehntelanger Warnungen und umfassender Kenntnis über die Gefahren der Erderwärmung steigen die globalen Treibhausgasemissionen weiterhin an. Doch warum wurden und werden die notwendigen Maßnahmen nicht ergriffen und wie lässt sich dieses Versagen erklären?

Haruki Murakami – Die Stadt und ihre ungewisse Mauer

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Magisch, meta, Murakami. Die Stadt und ihre ungewisse Mauer überzeugt als neuster Roman des japanischen Kultautors und wird eingefleischte Fans besonders freuen, ist aber kein Werk, das durch Innovation und revolutionäre Umsetzung besticht.

„Ich hörte den gelben Regenmantel des Mädchens neben mir rascheln. Es klang, als würden die Ränder der Welten aneinander reiben.“

Als er siebzehn ist, verliebt sich unser namenloser Protagonist in ein Mädchen, das ihm von einer geheimnisvollen Stadt erzählt, in der die Zeit nicht existiert. Wer hier leben möchte, muss sich zuvor von seinem Schatten trennen – und kann die Stadt nie wieder verlassen. Unser Protagonist versucht, diese Stadt so gut es geht festzuhalten, doch eines Tages verschwindet seine Freundin plötzlich ohne jegliche Spur.

Rebecca F. Kuang – Yellowface

R.F. Kuang Yellowface Rezension

Was für ein Buch – Yellowface von R.F. Kuang ist ein wilder Ritt durch die Verlagsbranche und Buchbubble, satirisch, böse und unfassbar unterhaltsam.

Writing is the closest thing we have to real magic. Writing is creating something out of nothing, is opening doors to other lands. Writing gives you power to shape your own world when the real one hurts too much.

Jeffrey Eugenides – The Virgin Suicides

Jeffrey Eugenides The Virgin Suicides Roman

Jeffrey Eugenides The Virgin Suicides ist eine vielschichtige Satire, die bis zur letzten Seite fesseln kann.

Zwanzig Jahre, nachdem sich fünf wunderschöne und geheimnisvolle jugendliche Schwestern innerhalb kürzester Zeit das Leben nahmen, erinnern sich die Jungs aus der Nachbarschaft an ihre Tode und wie es dazu kam: In einer amerikanischen Kleinstadt in den 1970er Jahren sind die Leben der Lisbon-Schwestern von einer repressiven Umgebung und gesellschaftlichen Erwartungen geprägt – bis sie sich eine nach der anderen dazu entscheiden, dem Ganzen ein Ende zu bereiten. So viel steckt in diesen knapp 200 Seiten, geschickt verpackt und erzählt aus der Perspektive einer Gruppe von Jungs, die das ganze Geschehen rund um die Suizide der 13- bis 18-jährigen Mädchen nur von außen betrachten konnten, immer mit einer gewissen Distanz, aber stets beeinflusst vom Gerede der Mitschüler:innen und Mitbürger:innen.

Tess Gunty – Der Kaninchenstall

Tess Gunty Der Kaninchenstall Rezension

Tess Guntys Debütroman Der Kaninchenstall etablierte sie im letzten Jahr als eine der wichtigsten jungen Stimmen in der modernen amerikanischen Literatur – völlig zurecht.

Der Kaninchenstall spielt in der fiktiven Stadt Vacca Vale in Indiana. Die zentrale Protagonistin des Romans ist Tiffany, die sich mittlerweile Blandine nennt, eine 18-jährige Jugendliche, die von ihrer letzten Pflegefamilie in eine WG in den stadtbekannten, heruntergekommenen Wohnblock namens „Kaninchenstall“ gezogen ist. Blandine ist hochintelligent und sensibel, aber auch sehr eigen. Schon auf den ersten Seiten erfahren wir, dass die Geschichte vermutlich kein gutes Ende nehmen wird. Oder wird sie das?

Zitat des Tages: Aus Stephen Kings „Das Leben und das Schreiben“

Stephen King Das Leben und das Schreiben Zitat

Beim Schreiben wie beim Schlafen lernen wir, uns körperlich still zu verhalten, während wir unseren Verstand ermutigen, sich vom langweiligen Vernunftdenken des Alltags zu lösen. Und wie sich Kopf und Körper an eine bestimmte Menge Schlaf pro Nacht gewöhnen (sechs, sieben, vielleicht sogar die empfohlenen acht Stunden), so können Sie auch trainieren, Ihren wachen Kopf in einen kreativen Schlaf zu versetzen und die vor Ihrem inneren Auge lebhaft ablaufenden Tagträume zu ersinnen, aus denen erfolgreiche Romane werden.

– Stephen King, „Das Leben und das Schreiben“.

Agustina Bazterrica – Wie die Schweine

Augustina Bazterrica Wie die Schweine Rezension

Nichts für schwache Nerven: Wie die Schweine, ein satirischer, dystopischer Roman über salonfähig gewordenen Kannibalismus.

Unsere Welt hat sich verändert: nachdem eine weltweite Pandemie den Verzehr von tierischem Fleisch unmöglich machte, werden alte Schlachthöfe, Metzger & Co. nun dazu genutzt, sogenanntes „Spezialfleisch“ herzustellen und zu verkaufen. Spezialfleisch, das sind Menschen, die extra für den Verzehr gezüchtet werden.

Klingt abartig? Ja. Brutal? Ja. Unmenschlich? Nicht ganz.