Zitat des Tages: Aus L. Frank Baums „Der Zauberer von Oz“

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„Als ich verliebt war, war ich der glücklichste Mann auf Erden. Aber niemand kann lieben, der kein Herz hat, und deshalb bin ich entschlossen, Oz um ein Herz zu bitten. Gibt er mir eines, will ich zurück zu dem Munchkinmädchen gehen und sie heiraten.“
Dorothy und Vogelscheuche hatten der Geschichte des Blechholzfällers sehr interessiert zugehört und wußten jetzt, weshalb er unbedingt ein neues Herz haben wollte.
„Gleichviel,“ sagte Vogelscheuche, „ich werde um Verstand statt um ein Herz bitten, denn ein Dummkopf wüßte nicht, was er mit einem Herz anfangen soll, falls er eins hat.“
„Ich werde das Herz nehmen,“ entgegnete der Blechholzfäller, „denn Verstand macht einen nicht glücklich, und Glück ist die beste Sache der Welt.“

L. Frank Baum, „Der Zauberer von Oz“

Amélie Nothomb – Der Professor

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Der Professor ist ein frühes Werk der belgischen Schriftstellerin Amélie Nothomb. Es ist ein in seiner Groteske sehr unterhaltsamer Roman über die Ambivalenz der Stille und den Verlust des eigenen Ichs.

-Ratten wären mir lieber.
-Mir auch. Gegen Ratten kann man Gift legen, gegen Nachbarn nicht.

Takis Würger – Der Club

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Ein geheimnisvoller Club, mächtige junge Mitglieder und ein unaufgeklärtes Verbrechen: In seinem mitreißenden Debüt-Roman Der Club berichtet Takis Würger von einer etwas anderen College-Zeit.

Hans Stichler verliert schon früh seine Eltern. Seine Tante Alex, die in England lebt und seine einzige Verwandte, nimmt ihn allerdings nicht bei sich auf, sondern schickt ihn aufs Internat. Dort lernt er das Boxen. Als er kurz vor dem Schulabschluss steht, meldet sich seine Tante Alex wieder bei ihm. Sie möchte ihm ein Stipendiat an der Cambridge University verschaffen, unter einer Bedingung: Hans soll dem Pitt Club beitreten und Alex dabei helfen, ein wohlbehütetes Geheimnis aufzudecken.

Aus verschiedenen Perspektiven berichtet Würger von dem Alltag an der Universität, von den Geschehnissen im Pitt Club, von den Boxkämpfen und Partys. Neben Hans und Alex kommen auch Mitglieder des Pitt Clubs wie Billy und Josh zu Wort, sowie Charlotte, das Mädchen, das sich in Alex Namen um Hans kümmert und selbst eine dunkle Vergangenheit verbirgt.

Dezsö Kosztolányi – Nero, der blutige Dichter

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Mit Nero, der blutige Dichter ist ein Klassiker von Deszö Kosztolányi wieder verfügbar. Kosztolányi zeichnet ein eindringliches Bild des römischen Kaisers und schafft so einen anspruchsvollen Künstlerroman.

Bereits mit sechzehn Jahren wird Nero zum Kaiser des römischen Reichs gekrönt, nachdem seine Mutter den Stiefvater Claudius vergiftet hatte. Ebenso außergewöhnlich geht Neros Laufbahn weiter: Zu Beginn beim Volk äußerst beliebt, wird er immer unberechenbarer und grausamer.

Bécherel – Das Dorf der Buchhandlungen

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Nachdem sich unser Beitrag Irland Literarisch an sehr viel Aufmerksamkeit erfreuen durfte, dachten wir uns, dass wir euch noch einen ausgefallenen Ort für Buchliebhaber vorstellen: das kleine Städtchen Bécherel in der französischen Bretagne.

Als wir uns im Sommer 2012 für einen Urlaub in der Bretagne entschlossen, wollten wir vor allem eines: Zwei ruhige Wochen inmitten der Natur genießen. Wir waren auf viel Wind, kleine Dörfchen und endlos lange Küstenwanderwege vorbereitet, doch was wir dort noch fanden, verschlug uns die Sprache: Bécherel.

Walter Moers – Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr

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Walter Moers ist zurück. In seinem neuen Roman Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr kehrt der Leser zurück nach Zamonien – vermutlich anders als viele Fans erwartet haben. Doch muss das jetzt unbedingt etwas Negatives sein? Moers besticht erneut mit unbändiger Kreativität und einer wunderbar rührenden Hintergrundgeschichte zum Buch.

Prinzessin Dylia kann nicht schlafen, mal wieder. Nun sogar seit achtzehn aufeinanderfolgenden Nächten nicht mehr! Der gesamte zamonische Hofstaat versucht, ihr zu helfen, mit eigens komponierten Sinfonien, Pillen und Tränken, maßgeschneiderten Kopfkissen und siebentausend Duftkerzen – doch alles vergeblich. Als Dylia wieder einmal versucht, endlich einzuschlafen, sitzt plötzlich eine äußerst hässliche, alptraumfarbene Gestalt auf ihrem Brustkorb: der professionelle Nachtmahr Havarius Opal.

Irland Literarisch – buchige Tipps für den Urlaub auf der grünen Insel

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Wie einige von euch eventuell mitbekommen haben – über diverse Social Media Kanäle – waren wir im September im wunderschönen Irland unterwegs. Das Land kann nicht nur mit atemberaubender Natur überzeugen, sondern hat auch einiges für Literaturliebhaber zu bieten.

Anthony Ryan – Das Erwachen des Feuers

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Mit Das Erwachen des Feuers wagt sich Anthony Ryan an ein Steam-Punk Szenario mit viktorianischem Flair. Die Mischung aus Spionage-, Abenteuer- und Seefahrerroman kommt aber nicht an die Klasse seines Debütromans heran.

In Mandinorien gilt Drachenblut als eines der größten Reichtümer. Blaue, rote, grüne und schwarze Drachen werden gejagt, um an ihr Blut zu gelangen, die Drachenjagd und -zucht ist ein lukratives Geschäft. Das aus ihnen gewonnene Elixier verleiht übernatürliche Kräfte. Doch kaum jemand ahnt, dass die Drachen immer weniger und schwächer werden.

Margaret Atwood – Der Report der Magd

1985 schrieb Margaret Atwood von religiösen Fanatikern, entmündigten und versklavten Frauen und Gebärmaschinen. Heute ist der dystopische Roman Der Report der Magd nicht weniger aktuell und vor allen Dingen nicht weniger eindringlich und erschütternd als damals.

We are two-legged wombs, that’s all: sacred vessels, ambulatory chalices.

Offred lebt als Magd, als Handmaid, in Gilead. Die Stadt ist eingezäunt, man steht unter ständiger Beobachtung, man muss aufpassen, wem man sich anvertraut. Lesen und schreiben ist den Frauen verboten und es herrschen strikte Hierarchien. Ganz oben in der Nahrungskette steht ein Großteil der Männer, weiter unten kommen die Wives, also die Ehefrauen, die oftmals unfruchtbar sind, sowie die Aunts, welche für die religiöse und allgemeine Erziehung der jungen Frauen, der Mägde, zuständig sind. Diese sind einzig und allein zur Reproduktion gedacht, sie besitzen keinen anderweitigen Lebensinhalt.

Zitat des Tages: Aus Carlos Ruiz Zafóns „Der Schatten des Windes“

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Einmal hörte ich einen Stammkunden in der Buchhandlung meines Vaters sagen, wenige Dinge prägten einen Leser so sehr wie das erste Buch, das sich wirklich einen Weg zu seinem Herzen bahne. Diese ersten Seiten, das Echo dieser Worte, die wir zurückgelassen glaubten, begleiten uns ein Leben lang und meißeln in unserer Erinnerung einen Palast, zu dem wir früher oder später zurückkehren werden, egal, wie viele Bücher wir lesen, wie viele Welten wir entdecken, wie viel wir lernen oder vergessen.

Carlos Ruiz Zafón, „Der Schatten des Windes“.