Monatsrückblick: Unsere Bücher im November

Wir wünschen euch einen schönen ersten Advent!
Das Jahresende nähert sich schon in erschreckend schnellen Schritten und bald klopft auch schon der Weihnachtsstress an die Tür. Aber vorher möchten wir – pünktlich zum Dezemberbeginn – dann noch einmal auf unsere gelesenen Bücher im November zurückblicken, die uns mal mehr und mal weniger begeistern konnten.

Guillermo Arriaga – Der Wilde

Juan Guillermo wächst um das Ende der 1960er Jahre in einem ärmeren Viertel von Mexiko-City auf. Als Jugendlicher erlebt er, wie erst sein Bruder ermordet wird und wenig später auch die Eltern sowie seine Großmutter sterben. Sein Ziel ist es, sich an den Mördern seines Bruders zu rächen. Continue reading „Monatsrückblick: Unsere Bücher im November“

Min Jin Lee – Ein einfaches Leben

Min Jin Lee ein einfaches Leben Rezension

Min Jin Lees Roman Ein einfaches Leben erzählt die Geschichte einer ganzen Familie – vier Generationen auf der bewegenden Suche nach Identität und Heimat.

„Was können wir tun, mein Kind, außer durchhalten?“

Korea in den 1920er Jahren. Nachdem ihr Vater früh verstarb, arbeitet Sunja in dem Gasthaus ihrer Mutter in einem kleinen Dorf in Yeongdo, an der Südküste Koreas. Korea steht unter der japanischen Herrschaft, Arbeit und Nahrungsmittel werden knapper, während die Japaner die Einheimischen unterdrücken, ihnen den Gebrauch ihrer eigenen Sprache verbieten und junge Frauen mit dubiosen Angeboten locken, um sie dann als sogenannte Trostfrauen als Sexsklavinnen für die japanische Armee arbeiten zu lassen. Als Sunja eines Tages schwanger wird, steht sie vor der Wahl: hier bleiben, in einem Land ohne Hoffnung und Zukunft, oder mit dem Priester Isak nach Japan zu dessen Bruder auszuwandern. Continue reading „Min Jin Lee – Ein einfaches Leben“

Monatsrückblick: Unsere Bücher im Juni

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Der Juni ist vorbei und mit ihm ein spannender und vielseitiger Lesemonat. Wir haben sehr breitgefächert gelesen – von Knausgård und Bolaño über Fantasy und Satire bis hin zum historischen Roman und zur Bandbiographie. Wir haben für euch eine Übersicht über unsere Leseeindrücke zusammengestellt.

Roberto Bolaño – Die wilden Detektive

Der Student Juan Garciá Madero schließt sich während der 70er in Mexiko den viszeralen Realisten an, einer literarischen Avantgarde. Deren Köpfe, Ulises Lima und Arturo Belano, machen sich auf die Suche nach der Urmutter des Realviszeralismus. Dabei ergibt sich sich ein detektivisches Doppelspiel, sie werden in Europa und Israel gesehen, treffen auf allerhand Personen, die von ihnen berichten. Ein Buch wie Die wilden Detektive habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Continue reading „Monatsrückblick: Unsere Bücher im Juni“

Emma Donoghue – Das Wunder

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In ihrem neuen Roman Das Wunder entführt Emma Donoghue ihre Leser ins Irland des 19. Jahrhunderts – eine Zeit geprägt von Hunger und Elend und dem Kampf zwischen Glauben, Aberglauben und Wissenschaft.

Irland, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die elfjährige Anna O’Donnell hat angeblich seit vier Monaten keinen Bissen Nahrung mehr zu sich genommen. Menschen aus ganz Irland und auch aus dem Ausland reisen nach Athlone, um das kleine Wunder zu bestaunen. Doch es gibt Kritiker, die einen Schwindel vermuten – so wird eine permanente Überwachung des Kindes veranlasst, um jegliche Zweifel aus der Welt zu schaffen. Continue reading „Emma Donoghue – Das Wunder“

Monatsrückblick: Unsere Bücher im April

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Unser April war literarisch gesehen ein recht voller Monat – auch, was Themen und Genres betrifft, war einiges dabei. Ein paar Bücher konnten uns richtig begeistern, aber die ein oder andere Lektüre auch leider nicht.

Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore II

Endlich, Murakamis von mir heiß ersehnter zweiter Band! Die Geschichte knüpf nahtlos an Band 1 an: der Protagonist porträtiert Marie weiter, forscht nach der Vergangenheit des Malers Tomohiko Amada, distanziert sich von seinem Nachbarn Menshiki. Als Marie plötzlich verschwindet, sieht sich der Protagonist gezwungen, tief in sein eigenes Ich hineinzusehen – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Continue reading „Monatsrückblick: Unsere Bücher im April“

Einar Kárason – Die Sturlungen. Die grosse Isländer-Saga

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Familienfehden, Schlachten, Verrat und Intrigen: Einar Kárason lässt in seinem Roman Die Sturlungen das mittelalterliche Island wiederaufstehen und porträtiert eine der wichtigsten Epochen der isländischen Geschichte.

Das 13. Jahrhundert gehört zu den kriegerischsten Zeiten, die Island je ertragen musste. Um die Vorherrschaft auf der Insel kämpfen zwei Familienclans. Schlachten, Rachefeldzüge und politische Intrigen bestimmten den Alltag der Menschen. Continue reading „Einar Kárason – Die Sturlungen. Die grosse Isländer-Saga“