Benjamin von Stuckrad-Barre – Remix 3 und Lesung in der Zeche Bochum

Benjamin von Stuckrad-Barre Remix 3 Ich glaub mir geht's nicht so gut ich muss mich mal irgendwo hinlegen

Benjamin von Stuckrad-Barre ist zurück mit seinem neuen Buch Ich glaub‘ mir geht’s nicht so gut, ich muss mich mal irgendwo hinlegen – Remix 3.

In seinem aktuellen Werk folgt der Popliterat berühmten Persönlichkeiten wie Boris Becker, Madonna, Ferdinand von Schirach, Helmut Dietl, Rainald Goetz, Jan Hofer und Axel Springer, beobachtet und analysiert sie mit scharfem Auge und manchmal noch schärferer Zunge. Er berichtet von der WM 2010, einer typischen Redaktionskonferenz, von der Berlinale und natürlich, wie schon in Panikherz, vom Sunset Boulevard. Stuckrad-Barre, einer der besten Chronisten unserer Zeit, unserer Gesellschaft, unserer Popkultur und unserer Ikonen – doch ist das immer noch der Fall?

Donald Ray Pollock – Die himmlische Tafel

Donald Ray Pollock Die Himmlische Tafel Rezension

Donald Ray Pollock begibt sich wieder auf die Suche nach menschlichen Abgründen. Die himmlische Tafel ist voller gescheiterter Existenzen, Gewalt und komischer Momente.

Georgia Im Jahr 1917: Nach dem Tod ihres Vaters Pearl Jewett sind seine drei Söhne auf sich allein gestellt. Mit gestohlenen Pferden und schwer bewaffnet ziehen sie raubend durchs Land. Ihr Vorbild dabei ist „Bloody Bill Bucket“, die Hauptfigur eines Romans, der neben der Bibel das einzige Buch ist, das die Jewett-Brüder kennen.

Fuminori Nakamura – Die Maske

Fuminori Nakamura Die Maske Rezension Diogenes Roman

Fuminori Nakamuras neuer Roman Die Maske erzählt düster, brutal und spannungsgeladen von einem jungen Mann, der sich den grausamen Machenschaften seines Vaters entgegenzustellen versucht, dabei jedoch an seine moralischen Grenzen stößt. Darf man Feuer mit Feuer bekämpfen?

Als Fumihiro Kuki noch ein Kind ist, warnt ihn sein Vater, dass er ihn als Jugendlichen zu einem sogenannten Geschwür erziehen will. Nach einer alten Familientradition gebe es immer wieder jemanden, der im Namen der Familie Unheil über die Welt bringen solle, Tod, Gewalt, Verderben. Doch Fumihiro, der jeglicher Wärme und Vaterliebe entbehren musste, will sich seinem Vater widersetzen.

#WomeninSciFi – Ann Leckies „Die Maschinen“

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Einige von euch werden es sicherlich schon mitbekommen haben, dass Sabine vom Blog bingereader.org vor einiger Zeit für das Jahr 2018 das Thema „Women in SciFi“ ausgerufen hat. Wie sie darauf gekommen ist und worum es sich dabei genau handelt, erfahrt ihr hier. Wir möchten jedem von euch Sabines Blog und auch ihre Aktion „Women in SciFi“ mit Nachdruck empfehlen.

Monatsrückblick: Unsere Bücher im März

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Frohe Ostern allerseits!

Der März war für uns ein äußerst interessanter Lesemonat. Während die eine grippebedingt auf leichte Kost setzen musste, war der andere mit über 2.000 Seiten High-Fantasy beschäftigt. Hier haben wir für euch einen kleinen Überblick über unsere Lektüre des letzten Monats zusammengestellt.

Arno Geiger – Unter der Drachenwand

Arno Geiger beschäftigt sich in seinem Roman mit dem Leben hinter der Front kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Aus verschiedenen Perspektiven und mithilfe unterschiedlicher Darstellungsmittel (Briefe, Tagebücher) entsteht ein eindrucksvolles Bild des schwierigen Alltags.

Michelle Steinbeck – Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch

Rezension Michelle Steinbeck mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch

Jungschriftstellerin Michelle Steinbeck hat mit ihrem Debütroman Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch ein Stück (alp)traumhaft-surrealistische Prosa jenseits des Mainstreams geschaffen, die deutlich aus der Masse der Neuerscheinungen heraussticht.

Loribeth, eine junge Frau (oder ein Mädchen?) unbekannten Alters kehrt in ihr Elternhaus zurück – die Mutter ist in einer Anstalt, der Vater lange fort und der kleine Bruder feiert exzessiv mit seinen Freunden im Wohnzimmer. Als sie versehentlich ein spielendes Kind mit einem Bügeleisen tötet, steckt sie es kurzerhand in den alten Koffer ihres Vaters, den sie ihm sowieso zurückbringen wollte.

James Baldwin – Von dieser Welt

James Baldwin von dieser Welt Rezension

Lange war die deutsche Fassung von James Baldwins Klassiker Go tell it on the Mountain vergriffen. Jetzt ist der zeitlose Klassiker endlich wieder unter dem Titel Von dieser Welt verfügbar und hat nichts von seiner Sprachmächtigkeit und Aktualität eingebüßt.

Mit der Neuübersetzung seines ersten Werks Go tell it on the Mountain ist nun der Debütroman von James Baldwin auch wieder auf Deutsch erhältlich. Das Buch wurde 1953 erstmals publiziert.

Arno Geiger – Unter der Drachenwand

Arno Geiger Unter der Drachenwand Rezension

Unter der Drachenwand von Arno Geiger erzählt in ruhigen Tönen von den Auswirkungen des Krieges abseits der Kämpfe und dem Ringen darum, das Menschsein zu bewahren.

Der Soldat Veit Kolbe verbringt aufgrund einer Verletzung mehrere Monate am Mondsee. Es ist das Jahr 1944 und der Krieg für Deutschland eigentlich bereits verloren. Doch wie lange dauert es noch, bis wieder Frieden herrscht?

Haruki Murakami – Wenn der Wind singt / Pinball 1973

Rezension Haruki Murakami Wenn der Wind Singt Pinball 1973

Haruki Murakamis zwei frühesten Werke wurden 2015 erstmals auf Deutsch übersetzt und in einem gemeinsamen Band mit dem Titel Wenn der Wind singt / Pinball 1973 veröffentlicht.

Das Buch beginnt mit einem kurzen Vorwort, in welchem Haruki Murakami erklärt, wie er zum Schreiben kam (er entschied es spontan bei einem Baseballspiel), wie die beiden Geschichten Wenn der Wind singt und Pinball 1973 entstanden und was sie für ihn bedeuten.
Wenn der Wind singt begleitet den jungen, namenlosen Protagonisten einige Wochen durch sein Leben als Student im Sommer des Jahres 1970.

Zitat des Tages: aus Carlos Ruiz Zafóns „Das Spiel des Engels“

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Ein Schriftsteller vergisst nie, wann er zum ersten Mal für eine Geschichte ein paar Münzen oder Lob empfangen hat. Er vergisst nie, wann er zum ersten Mal das süße Gift der Eitelkeit im Blut gespürt und geglaubt hat, wenn er nur seine Talentlosigkeit vor den anderen geheim halten könne, werde ihm der Traum von der Literatur ein Dach über dem Kopf, eine warme Mahlzeit am Ende des Tages und schließlich das Heißersehnte verschaffen: seinen Namen auf ein paar kläglichen Blättern gedruckt zu sehen, die ihn mit Gewissheit überleben werden. Ein Schriftsteller ist dazu verdammt, immer wieder an diesen Moment zu denken, denn wenn es so weit ist, ist er bereits verloren, und seine Seele kennt ihren Preis.

Carlos Ruiz Zafón, „Das Spiel des Engels“