Haruki Murakami – Wilde Schafsjagd

Rezension Haruki Murakami - Wilde Schafsjagd

Wilde Schafsjagd ist Haruki Murakamis dritter Roman. Die vollkommen abgedrehte Suche nach einem ganz besonderen Schaf ist ein meisterhaft umgesetztes Werk des magischen Realismus – und eines von Murakamis besten Büchern.

„Du, in ungefähr zehn Minuten kommt ein wichtiger Anruf. Irgendwas mit Schafen“, sagte sie. „Viele Schafe und ein spezielles Schaf.“
„Schafe?“
„Ja“, sagte sie und gab mir ihre halbgerauchte Zigarette. Ich nahm einen Zug und drückte sie im Aschenbecher aus. „Und dann beginnt das Abenteuer.“

Anthony McCarten – Jack

Rezension Anthony McCarten Jack Diogenes

Mit Jack widmet sich Anthony McCarten erneut einer realen Figur. Das Porträt von Jack Kerouac ist ehrlich und zeigt verschiedene Facetten des Idols der Beatgeneration.

Jack Kerouac, einst Idol der Beatgeneration, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Zurückgezogen lebt er in Florida und verfolgt das Ziel, sich zu Tode zu saufen. In seinem Roman Unterwegs (On the Road) schlachtete er das Leben seines Freundes Neal Cassady aus, dem so ungewollt Ruhm zuteilwurde und schuf einen Kultroman.

David Gilbert – Was aus uns wird

Rezension David Gilbert Was aus uns wird Roman

David Gilbert widmet sich in Was aus uns wird dem Themenkomplex Schuld und schwierigen Vater-Sohn Beziehungen. Ganz nebenbei gelingt ihm auch noch ein satirischer Blick auf das Künstlerleben.

Mit seinem Roman „Ampersand“ hat der Autor A. N. Dyer Weltruhm erlangt. Sein Werk steht auf einer Stufe mit „Der Fänger im Roggen“, doch Dyer hat den Erfolg längst überlebt. Er leidet unter verschiedenen Gebrechen und auch seine Kreativität lässt sich nicht mehr entfalten.

Monatsrückblick: Unsere Bücher im April

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Unser April war literarisch gesehen ein recht voller Monat – auch, was Themen und Genres betrifft, war einiges dabei. Ein paar Bücher konnten uns richtig begeistern, aber die ein oder andere Lektüre auch leider nicht.

Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore II

Endlich, Murakamis von mir heiß ersehnter zweiter Band! Die Geschichte knüpf nahtlos an Band 1 an: der Protagonist porträtiert Marie weiter, forscht nach der Vergangenheit des Malers Tomohiko Amada, distanziert sich von seinem Nachbarn Menshiki. Als Marie plötzlich verschwindet, sieht sich der Protagonist gezwungen, tief in sein eigenes Ich hineinzusehen – und das nicht nur im übertragenen Sinne.

Amanda Lovelace – the witch doesn’t burn in this one

Rezension Amanda Lovelace the witch doesn't burn in this one

Amanda Lovelace ist mit ihrem neuen Gedichtband the witch doesn’t burn in this one zurück. Die Hexe brennt zwar tatsächlich nicht, dafür aber ziemlich viele Männer – female empowerment mal sehr radikal.

Amanda Lovelace, die nicht nur mich, sondern auch unzählige Leser mit ihrem Erstling the princess saves herself in this one begeistern konnte und somit den Goodreads Choice Award in der Kategorie „poetry“ gewann, ist nach Rupi Kaur vermutlich die am meisten gelesene und besprochene junge Lyrikerin der sogenannten tumblr poets bzw. insta poets. Im März ist ihr neues Buch erschienen, ein Gedichtband mit fast 200 Seiten, der sich eigentlich dem Feminismus widmen möchte, sich aber leider viel zu oft an der Grenze zur Misandrie bewegt.

Cixin Liu – Der dunkle Wald

Rezension Cixin Liu Der dunkle Wald Die drei Sonnen

Nach dem Erfolg von Die drei Sonnen ist mit Der dunkle Wald nun der zweite Band von Cixin Lius SciFi-Trilogie erschienen. Kann die Fortsetzung genauso begeistern wie sein Vorgänger?

Hinweis: Da es sich bei Der dunkle Wald um eine Fortsetzung handelt, finden sich im Text Spoiler zum Inhalt des ersten Buches. Zur Rezension von Die drei Sonnen gelangt ihr hier.

Warum Der Name des Windes von Patrick Rothfuss kein 08/15-Fantasyroman ist

Patrick Rothfuss Der Name des Windes Fantasy

Der Name des Windes von Patrick Rothfuss mag zwar ein Roman mit sehr klassischen Fantasy-Elementen wie Magie, magischen Kreaturen und einem eher mittelalterlich orientierten Setting sein, ist aber dennoch ein sehr eigensinniges Buch.

Drei Gründe, die es so besonders machen.

Yasmina Reza – Babylon

Rezension Yasmina Reza Babylon Roman

Mit Babylon erfindet sich die französische Autorin Yasmina Reza nicht neu. Sie bleibt ihrem Thema treu, zeigt Eskalationen im bürgerlichen Milieu und schreibt wunderbare Dialoge.

Am 21. März gibt Elisabeth eine Frühlingsparty. Das Datum stimmt, doch draußen beginnt es zu schneien. Als Gastgeberin hat Elisabeth wenig Erfahrung und eigentlich ist die Feier ihr auch zu viel. Doch als alle Stühle und Gläser organisiert sind, scheint der Abend zu gelingen.

Fantasy mit literarischem Anspruch: Steven Erikson – Das Spiel der Götter

Steven Erikson Das Spiel der Götter Fantasy

Ihr seid auf der Suche nach Fantasy abseits von Elfen, Zwergen und Orks? Es darf oder soll auch mal anspruchsvolle Fantasy sein, die nicht nur ein weiterer Tolkien-Klon ist? Steven Erikson vereint im Spiel der Götter die epische Breite der klassischen griechischen Texte mit moderner Fantasy – eine Welt, die den Leser nicht mehr loslässt und in ihren Bann zieht.