Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore 2: Eine Metapher wandelt sich

Rezension Haruki Murakami Die Ermordung des Commendatore 2 eine Metapher wandelt sich

Haruki Murakami, schon seit mehreren Jahren einer der Top-Anwärter auf den Literaturnobelpreis, legte im April seinen zweiten Band des Romans Die Ermordung des Commendatore vor. Wie auch im japanischen Original ist das Buch zweigeteilt – in Japan hatten Murakamis Leser jedoch das Glück, dass beide Bände zeitgleich erschienen. Band 1, Eine Idee erscheint, wurde bereits im Januar veröffentlicht, erst drei Monate später folgte jetzt Band 2, Eine Metapher wandelt sich.
Doch schafft der gefeierte Schriftsteller, der mittlerweile vierzehn Romane und etliche Erzählungen geschrieben hat, es auch, die offenen Fragen und Rätsel aus Band eins weiterzuspinnen, die Spannung aufrecht zu erhalten und den Roman zu einem gelungenen Abschluss zu bringen?

Franzobel – Das Floss der Medusa

Rezension Franzobel Das Floss der Medusa Roman

Franzobel zeigt in seinem Roman Das Floss der Medusa, wozu der Mensch in Ausnahmesituationen fähig ist.

Am achten Juli des Jahres 1816 entdeckt ein Kapitän vor der Westküste Afrikas ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was sich darauf befindet scheint unglaublich. Die letzten 15 Überlebenden von ehemals 147 Menschen.

Neil Gaiman – Nordische Mythen und Sagen

Rezension Neil Gaiman Nordische Mythen und Sagen

Neil Gaimans neustes Buch, Nordische Mythen und Sagen, ist eine spannende, aber wenig originelle Sammlung von Nacherzählungen der altnordischen Göttergeschichten.

In seiner Sammlung von Mythen erzählt Gaiman unter anderem wie Göttervater Odin die Welt erschuf, die anderen Götter und die Menschen. Oder wie Odin sein Auge verlor aber Weisheit gewann, wie Loki drei uneheliche und äußerst gefährliche Kinder zeugte, wie die Götter die Riesen um die Hand der schönen Freya betrogen, wie der Met der Dichter hergestellt wurde, von den Äpfeln der Unsterblichkeit und von der gefürchteten Götterdämmerung Ragnarök.

6 Literarische Highlights im Herbst

Die Verlage haben ihre Herbstprogramme veröffentlicht – und da sind einige spannende Bücher, die auf uns warten. Sechs Highlights aus den Vorschauen möchten wir euch hier vorstellen.

 

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Jorge Barón Biza – Die Wüste und ihre Samen

Kurz bevor er Selbstmord beging, verwandelte Jorge Barón Biza die Katastrophe im Zentrum seines Lebens in ein literarisches Meisterwerk. In Die Wüste und ihr Samen beschwört er einen radikalen Formverlust. Dieser Roman führt in eine Sphäre, in der Linien, Konturen, Grenzen keinen Halt mehr geben und vom Menschsein nichts bleibt als ein Schwindel.

Joshua Cohen – Buch der Zahlen

Rezension Joshua Cohen Buch der Zahlen

Joshua Cohens Buch der Zahlen ist ein Roman zwischen Silicon-Valley-Geschichte, fiktiver Biographie und Menschen, die im Fluss der Daten ihre Identität verlieren. Oder, wie die FAZ schreibt, „The Circle für Menschen mit Gehirn“.

Am 11. September verliert ein Autor alles: Seine Frau verlässt ihn, der Buchladen, in dem er arbeitet, wird zerstört und sein Buch verkauft sich nicht. Die Rettung scheint ein äußerst lukrativer Auftrag zu sein. Er soll die Lebensgeschichte eines Mannes schreiben, der genauso heißt wie er.

George Saunders – Lincoln im Bardo

Rezension George Saunders Lincoln im Bardo Roman

Auf einzigartige Weise verbindet George Saunders in seinem Roman Lincoln im Bardo Fiktion mit Historie und wurde dafür mit dem Man Booker Prize belohnt.

Im Alter von elf Jahren stirbt Willie Lincoln, der Sohn des Präsidenten, während des Bürgerkriegs. Der trauernde Vater sucht alleine das Grabmal auf, um den Sohn noch einmal in den Armen zu halten. In der Nacht werden die Gespenster wach, die Geister der Toten.

Thomas Glavinic – Das bin doch ich

Rezension Thomas Glavinic Das bin doch ich

Thomas Glavinic schrieb in seinem 2007 erschienenen Roman Das bin doch ich über den fiktiven Autor Thomas Glavinic. Ein kunstvoll konstruiertes Werk, das es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises schaffte.

Thomas Glavinic, österreichischer Autor, ansässig in Wien, hat gerade seinen Roman Die Arbeit der Nacht beendet und wartet minütlich auf eine Meldung seiner Agentin, dass sie einen Verlag für ihn gefunden habe. Dummerweise ist da auch noch sein bester Freund, Daniel Kehlmann, dessen Buch Die Vermessung der Welt momentan ziemlich durch die Decke geht.

Adrian Tchaikovsky – Die Kinder Zeit

Rezension Adrian Tchaikovsky Die Kinder der Zeit

Dass die Menschheit auf der Suche nach einer neuen Heimat ist, mag vielleicht keine neue Idee im SciFi-Bereich sein, doch was der Autor Adrian Tchaikovsky in Die Kinder der Zeit daraus macht, bietet mehr als nur ein paar Überraschungen und wurde mit dem Arthur C. Clarke Award ausgezeichnet.

Nachdem die Erde unbewohnbar geworden ist, sind die letzten Menschen auf der Suche nach einer neuen Heimat im All. Als sie auf den Planeten Eden stoßen, scheint ihre Zukunft gesichert: eine Welt, die das Überleben sichern würde.

Han Kang – The White Book

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Die südkoreanische Autorin Han Kang, die mit Die Vegetarierin und Menschenwerk große Erfolge feiern konnte, ist mit ihrem neuen Buch The White Book zurück. Eine Übersetzung ins Deutsche ist leider noch nicht angekündigt.

Han Kangs The White Book (흰 im Original, also wortwörtlich als „Weiß“ zu übersetzen) ist kein Roman, sondern vielmehr eine Ansammlung fragmentarischer Texte, die sich assoziativ mit der Farbe Weiß befassen. Eine weiße Tür, Schnee, Vögel, Geburt und Tod, Nebel, der Mond, Reis, ein Lächeln, ein weißer Hund – Han Kang schreibt in ihren Textstücken, die meist nur ein oder zwei Seiten umfassen, über eigentlich sehr alltägliche Dinge und findet in ihnen eine besondere Schönheit.