Haruki Murakami – Wenn der Wind singt / Pinball 1973

Rezension Haruki Murakami Wenn der Wind Singt Pinball 1973

Haruki Murakamis zwei frühesten Werke wurden 2015 erstmals auf Deutsch übersetzt und in einem gemeinsamen Band mit dem Titel Wenn der Wind singt / Pinball 1973 veröffentlicht.

Das Buch beginnt mit einem kurzen Vorwort, in welchem Haruki Murakami erklärt, wie er zum Schreiben kam (er entschied es spontan bei einem Baseballspiel), wie die beiden Geschichten Wenn der Wind singt und Pinball 1973 entstanden und was sie für ihn bedeuten.
Wenn der Wind singt begleitet den jungen, namenlosen Protagonisten einige Wochen durch sein Leben als Student im Sommer des Jahres 1970.

Zitat des Tages: aus Carlos Ruiz Zafóns „Das Spiel des Engels“

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Ein Schriftsteller vergisst nie, wann er zum ersten Mal für eine Geschichte ein paar Münzen oder Lob empfangen hat. Er vergisst nie, wann er zum ersten Mal das süße Gift der Eitelkeit im Blut gespürt und geglaubt hat, wenn er nur seine Talentlosigkeit vor den anderen geheim halten könne, werde ihm der Traum von der Literatur ein Dach über dem Kopf, eine warme Mahlzeit am Ende des Tages und schließlich das Heißersehnte verschaffen: seinen Namen auf ein paar kläglichen Blättern gedruckt zu sehen, die ihn mit Gewissheit überleben werden. Ein Schriftsteller ist dazu verdammt, immer wieder an diesen Moment zu denken, denn wenn es so weit ist, ist er bereits verloren, und seine Seele kennt ihren Preis.

Carlos Ruiz Zafón, „Das Spiel des Engels“

Roman Ehrlich – Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens

Roman Ehrlich die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens
Angst ist ein allgemeinmenschliches Gefühl. Die Gründe dafür können je nach Person und Situation unterschiedlich sein: Angst alleine zu sein, Angst vor der Dunkelheit, Angst vor Spinnen, Angst vor dem sozialen Abstieg oder die Angst, bestimmten Personen zu begegnen. Diese Reihe könnte endlos fortgesetzte werden, denn Menschen können sich vor so ziemlich allem ängstigen. Angst ist auch ein bestimmendes Thema im dritten Roman von Roman Ehrlich, der den Titel Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens trägt.

Michail Bulgakow – Meister und Margarita

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Buchvorstellung: Mit seiner Neuübersetzung des Klassikers Meister und Margarita bietet Alexander Nitzberg eine neue Lesart des Werkes von Michail Bulgakow an, die versucht, die poetische Seite des Romans hervorzuheben.

Moskau zu Beginn der 1930er Jahre: Gemeinsam mit seinen Gehilfen begibt sich der Teufel in die Stadt und wirbelt die Metropole durcheinander.

Dennis Gastmann – Der vorletzte Samurai

Dennis Gastmann der vorletzte Samurai Rezension Reisebericht Japan

Der Journalist Dennis Gastmann hat mit seiner aktuellen Reiseerzählung Der vorletzte Samurai ein bezauberndes, authentisches und sehr unterhaltsames Porträt Japans aus den Augen eines Gaijins geschaffen.

Dennis Gastmann, Journalist und Autor verschiedener Reisebücher (Mit 80.000 Fragen um die Welt, Gang nach Canossa, Geschlossene Gesellschaft, Atlas der unentdeckten Länder) und seine Ehefrau Natsumi beschließen, ihre Flitterwochen nachzuholen – in Japan, der Heimat von Natsumis Vorfahren.

Monatsrückblick: Unsere Bücher im Februar

Monatsrückblick BÜcher im Februar 2018

Zum allerersten Mal in drei Jahren (unser Blog hatte tatsächlich am Donnerstag Geburtstag!) präsentieren wir euch unseren Monatsrückblick. Der Februar war ziemlich abwechslungsreich, insgesamt zwölf Bücher haben wir gelesen, eines davon abgebrochen. Welche Bücher uns überzeugen konnten und welche nicht, erfahrt ihr im Folgenden.

Deborah Feldman – Unorthodox

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Deborah Feldman gewährt Einblicke in eine verschlossene Welt: In Unorthodox berichte sie von ihrem Leben in einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde mitten in New York und wie sie es geschafft hat, sich zu lösen, um ihrem Sohn ein Leben in Freiheit zu ermöglichen.

Deborah wächst in der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, auf. Hier herrschen die strengen Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe. Deborah Feldman erzählt von den Vorschriften, denen sie sich unterwerfen musste, von Ausgrenzung, von der Unterdrückung der Frau und von ihrer Zwangsehe.

Yaa Gyasi – Heimkehren

Rezension Yaa Gyasi Heimkehren Roman

Yaa Gyasis Debütroman Heimkehren spielt in Ghana und den USA und umspannt acht Generationen. Es ist eine erschütternde und zugleich berührende Familiensaga, welche durch ihre Themen wie Heimat und Rassismus mit politischer und gesellschaftlicher Aktualität punktet.

Ghana im 18. Jahrhundert. Effia und Esi, zwei Schwestern, die zwar dieselbe Mutter haben, aber unterschiedliche Väter, wissen nichts von der Existenz der jeweils Anderen. Während Effia einen britischen Offizier heiratet, der in der Festung von Cape Coast Sklavenhandel betreibt, sitzt ihre Schwester am anderen Ende der Nahrungskette, nämlich mit dutzenden anderen Sklaven im Kerker und wartet auf ihre Verschiffung nach Amerika.

Adam Haslett – Stellt euch vor, ich bin fort

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In seinem Roman Stellt euch vor, ich bin fort erzählt Adam Haslett von einer amerikanischen Familie, in der sich die manisch-depressive Erkrankung des Vaters an einen der Söhne vererbt. Nominiert wurde das Buch für den Pulitzer-Preis, den National Book Award und den National Critics Circle Award.

Margaret lernt John auf einer Party in London während der Sechzigerjahre kennen. John stammt aus einer steifen englischen Familie und ist fasziniert von der Amerikanerin.

Einar Kárason – Die Sturlungen. Die grosse Isländer-Saga

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Familienfehden, Schlachten, Verrat und Intrigen: Einar Kárason lässt in seinem Roman Die Sturlungen das mittelalterliche Island wiederaufstehen und porträtiert eine der wichtigsten Epochen der isländischen Geschichte.

Das 13. Jahrhundert gehört zu den kriegerischsten Zeiten, die Island je ertragen musste. Um die Vorherrschaft auf der Insel kämpfen zwei Familienclans. Schlachten, Rachefeldzüge und politische Intrigen bestimmten den Alltag der Menschen.