8 kurze Bücher für einen gemütlichen Lese-Sonntag

Bücher für einen gemütlichen Sonntag

Ein kalter, regnerischer Sonntag mag einem vielleicht die schönen Ausflugspläne vermiesen, ist aber noch lange kein Grund zum Trübsal blasen. Denn was gibt es tolleres, als es sich an seinem freien Tag mit Kaffee oder Tee auf dem Sofa gemütlich zu machen und ein verdammt gutes Buch zu lesen?! Da aber leider auch jeder Sonntag nur begrenzt viele Stunden hat, stellen wir euch heute acht Bücher vor, die so kurz und so gut sind, dass ein einziger Nachmittag schon ausreicht, um von Anfang bis Ende in ihnen zu versinken.

Guillermo Arriaga – Der Wilde

Guillermo Arriaga Der Wilde Rezension

Ein Werk über das Tier im Menschen: Guillermo Arriagas Roman Der Wilde kann seine Leser lange fesseln, bis die letzten hundert Seiten den Gesamteindruck deutlich schmälern.

Juan Guillermo wächst in den späten 60er Jahren in Mexiko-City auf. Niemand ahnt, dass sein Bruder Carlos einer der erfolgreichsten Drogenhändler der Stadt ist. Nachdem Carlos von einer radikalen katholischen Jugendgruppe ermordet wurde, brennt Juan auf Rache.

Karl Ove Knausgård – Kämpfen

Karl Ove Knausgard Kämpfen Rezension

Mit Kämpfen hat der norwegische Autor seine Reihe beendet und berichtet zum letzten Mal von seinem Leben, seiner Arbeit, seiner Frau, seinen Ängsten und seinen Kindern. Vor allem der essayistische Mittelteil dürfte wohl für gespaltene Meinungen sorgen.

Nun ist es also tatsächlich geschafft. Hunderte Seiten intensiver Auseinandersetzung mit sich selbst liegen hinter mir und der letzte Band von Karl Ove Knausgårds Min Kamp Reihe ist damit abgeschlossen.

Christian Kracht – Faserland

Rezension Christian Kracht Faserland

Zwischen Misanthropie und Melancholie: Christian Krachts 1995 erschienener Debütroman Faserland ist ein Meilenstein der deutschsprachigen Popliteratur, der auch nach über 20 Jahren noch eine unglaubliche Kraft entfaltet.

Deutschland in den 90er-Jahren: Der namenlose Protagonist und Ich-Erzähler reist von Sylt aus einmal quer durch die Bundesrepublik bis in die Schweiz, trifft alte Bekannte, geht auf Partys, trinkt, probiert Drogen aus, was man nun mal so macht wenn man jung ist und zu viel Geld und Zeit hat. In extrem zynischem Ton schildert er seine Beobachtungen und Empfindungen, stets zwischen Rausch, Ennui und einer grundlegenden Abneigung.

19 Bücher für 2019

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Das neue Jahr hat begonnen und erwartet uns mit unzähligen spannenden Neuerscheinungen und so vielen Büchern der Backlist, dass wir wieder mal gar nicht wissen, wo wir anfangen sollen.
Von den 18 Büchern, die wir uns für 2018 vorgenommen hatten, haben wir lediglich 9 geschafft – was uns aber keinesfalls daran gehindert hat, für dieses Jahr eine vollkommen neue Liste zu erstellen!
Hier also 19 Bücher, die wir 2019 vielleicht lesen werden, aber auf alle Fälle gerne lesen würden!

Sylvain Neuvel – Giants. Die letzte Schlacht

Sylvain Neuvel Giants 3 Die letzte Schlacht Rezension

Im November ist der dritte und letzte Teil der Themis Files von Sylvain Neuvel erschienen. Giants – Die letzte Schlacht ist zwar ein würdiger Nachfolger, kann aber nicht das hohe Niveau der ersten beiden SciFi-Bände halten.

Fast zehn Jahre ist es bereits her, dass die außerirdischen Roboter überall auf der Erde auftauchten und eine Welle der Zerstörung hinterließen, bei der Millionen Menschen ums Leben kamen. Ebenfalls so lange her ist es, dass Themis mitsamt den Wissenschaftlern Dr. Rose Franklin und Vincent Couture sowie General Eugene Govender und Vincents zehnjähriger Tochter Eva an Bord auf den fremden Planeten geholt wurde.

Unsere besten Bücher 2018

Jahresrückblick (2)

Heute wollen wir uns gemeinsam mit euch von dem Jahr 2018 verabschieden und noch einmal gemeinsam unsere literarischen Highlights durchgehen. Folgende elf Bücher konnten uns in den letzten zwölf Monaten richtig begeistern:

Yaa Gyasi – Heimkehren

Ghana im 18. Jahrhundert. Effia und Esi, zwei Schwestern, die zwar dieselbe Mutter haben, aber unterschiedliche Väter, wissen nichts von der Existenz der jeweils Anderen. Während Effia einen britischen Offizier heiratet, der in der Festung von Cape Coast Sklavenhandel betreibt, sitzt ihre Schwester am anderen Ende der Nahrungskette, nämlich mit dutzenden anderen Sklaven im Kerker und wartet auf ihre Verschiffung nach Amerika.

Weihnachts-Book-Haul

Wir hoffen, ihr hattet alle erholsame und möglichst besinnliche Feiertage!

Bei uns sind über Weihnachten einige neue Bücher eingezogen, die wir euch hier vorstellen möchten.

David Foster Wallace – Der Spaß an der Sache: Alle Essays

Zum zehnten Todestag des wichtigsten amerikanischen Autors seiner Generation erscheinen alle Essays in einem Band. Gerade die Essays und Reportagen sind für viele Kritiker und Leser Wallace’ Königsdisziplin, und in dieser nach Themen geordneten Anthologie sind seine Beobachtungsschärfe und sprachliche Brillanz neu zu entdecken. Neben Romanen und Erzählungen hat David Foster Wallace immer auch Essays geschrieben, mal im Auftrag von Zeitschriften und Zeitungen, mal für Sammlungen.

Zitat des Tages: Aus Carlos Ruiz Zafóns „Das Labyrinth der Lichter“

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Eine Geschichte hat weder Anfang noch Ende, nur Eingangstüren. Eine Geschichte ist ein unendliches Labyrinth aus Wörtern, Bildern und Geistern, die sich verschwören, um uns die unsichtbare Wahrheit über uns selbst zu enthüllen. Letztlich ist eine Geschichte ein Gespräch zwischen dem Erzähler und dem Zuhörer, und ein Erzähler kann nur so weit erzählen, wie sein Handwerk es zulässt, und ein Leser kann nur so weit lesen, wie es in seiner Seele festgeschrieben ist.

 

Carlos Ruiz Zafón, „Das Labyrinth der Lichter“

Sayaka Murata – Die Ladenhüterin

Sayaka Murata Die Ladenhüterin Rezension

Die Ladenhüterin ist der Debütroman der japanischen Autorin Sayaka Murata und erzählt die wunderbar überspitze Geschichte zweier Außenseiter inmitten einer leistungsorientierten Gesellschaft.

Keiko Furukara ist schon 36 Jahre alt, aber immer noch unverheiratet und kinderlos. Als wäre das nicht schon schlimm genug, geht sie außerdem keinem anständigen Beruf nach, sondern arbeitet lediglich als Aushilfe in einem Konbini, einem 24-Stunden-Supermarkt. Und das schon seit 18 Jahren. Doch Keiko denkt gar nicht daran, etwas an ihrem Leben zu ändern, auch wenn ihr der Druck von Familie und Freunden zu schaffen macht.