Matt Haig – How to stop time/ Wie man die Zeit anhält

Matt Haig How to stop time Wie man die Zeit anhält Rezension

Matt Haigs neuer Roman How to stop time, der im April auf Deutsch erscheint, ist wieder ein gelungener literarischer Streich, unterhaltsam, philosophisch und unglaublich schön.

What is the point of living when you have no one to live for?

Tom Hazard, eigentlich Estienne Thomas Ambroise Christophe Hazard, geboren 1581 in Frankreich, hat ein Problem: er altert unglaublich langsam. Jetzt, im 21. Jahrhundert, sieht er erst aus wie 41. Bis dato hat er schon unzählige Leben gelebt, unter vielen verschiedenen Namen, immer in der Angst, man könne sein Geheimnis entdecken.

Fernando Aramburu – Patria

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Anhand zweier Familien erzählt Fernando Aramburu in Patria, wie eine Gesellschaft aufgrund von Gewalt auseinanderbricht. Ein großer Roman über Schuld, dem Wunsch nach Vergebung, den Grenzen der Freundschaft und die Frage, was eine Gemeinschaft zusammenhält.

Am Grab ihres Mannes Txato erzählt Bittori ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus zurückzukehren, in welchem sie gemeinsam gewohnt haben. Damit kehrt sie auch zurück in das Dorf, in dem Txato vor über zwanzig Jahren von der ETA erschossen wurde. Sie will endlich verstehen, was damals wirklich geschehen ist und warum keiner ihre Familie unterstützt hat.

18 Bücher für 2018

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2018 wird nicht nur ein Jahr mit vielen spannenden literarischen Neuerscheinungen, sondern auch DIE Möglichkeit, uns endlich die Bücher zur Brust zu nehmen, die schon viel zu lange herumliegen, obwohl wir sie unbedingt lesen möchten. Unsere 18 Bücher, die 2018 definitiv dran glauben müssen (mal sehen, ob das auch wirklich so klappt…), sind folgende:

Kurz und knackig: Die Gabe (Naomi Alderman) & My Life on the Road (Gloria Steinem)

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Naomi Alderman – Die Gabe

Was wäre, wenn Frauen plötzlich die Macht ergreifen würden? Wenn sie sich zusammenschließen, überall auf der Welt, und ihre neu entdeckte Gabe nicht nur zum Guten benutzen? Hohe Positionen an sich reißen, die Männer unterdrücken, Angst und Schrecken verbreiten? In Naomi Aldermans dystopischem Roman Die Gabe (im Englischen: The Power, was ein deutlich passenderer Titel ist, da er gleichsam für die neu gewonnene „Macht“ wie auch für die elektrische Energie der Frauen steht) entwickeln die Frauen über Jahrzehnte hinweg eine besondere Gabe, mit der sie elektrische Stöße aus ihren Händen entsenden können.

Nathan Hill – Geister

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Der Literaturprofessor Samuel Anderson muss sich unfreiwillig auf die Suche nach der Lebensgeschichte seiner Mutter machen, nachdem diese einen republikanischen Gouverneur vor laufender Kamera mit Steinen bewirft. Nathan Hills Roman Geister bewegt sich zwischen vielen verschiedenen Themen und verliert dabei den Fokus.

Das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson ändert sich schlagartig, als er den Anruf eines Anwalts erhält, der seine Mutter vertritt. Diese hatte Samuel während seiner Kindheit verlassen und seit zwanzig Jahren besteht kein Kontakt mehr.

Cormac McCarthy – Die Straße

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Cormac McCarthys 2006 erschienener Roman Die Straße gilt als DIE Postapokalypse schlechthin. In einer Atmosphäre der Angst und Hoffnungslosigkeit kämpfen ein Vater und sein kleiner Sohn um das nackte Überleben.

Geht’s dir gut?, fragte er. Der Junge nickte. Dann marschierten sie im stahlgrauen Licht die Asphaltstraße entlang, schlurften durch die Asche, jeder die ganze Welt des anderen.

Juan Gabriel Vásquez – Die geheime Geschichte Costaguanas

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Zwischen historischem Roman und Familiengeschichte: In seinem wunderbar erzählten Buch Die geheime Geschichte Costaguanas berichtet Juan Gabriel Vásquez vom Bau des Panamakanals, der Geschichte seiner Heimat Kolumbien und macht den Leser zum Richter.

Ende des 19. Jahrhunderts wird in Panama ein Kanal gebaut, der die Weltmeere verbinden soll. Der Ort, der vorher im politischen Weltgeschehen kaum eine Rolle gespielt hat, rückt plötzlich in den Fokus der USA und einiger europäischer Länder. Auch der bekannte Autor Joseph Conrad interessiert sich für die Provinz. Hat ihn diese zu seinem Roman Nostromo inspiriert?

Jean-François Parot – Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel

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Im ersten Band von Jean-François Parot ermittelt Commissaire Le Floch im Auftrag des Königs und erweist sich als kluger Ermittler im Paris des 18. Jahrhunderts.

Nach seinem Studium bei den Jesuiten arbeitet Nicolas Le Floch als Gehilfe bei einem Notar. Doch plötzlich wird er aus seinem Alltag gerissen und gelangt, ausgestattet mit einem Empfehlungsschreiben, zum Polizeipräfekten von Paris. Im Winter 1761, mitten im Karneval, soll er Nachforschungen anstellen, die ihn in Spielhöllen, Bordelle und Verliese führen.

Kurz und knackig: Marissa Meyer – Wie Blut so rot & Wie Sterne so golden

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Wie Blut so rot /Scarlet – Die Luna-Chroniken Band 2

Nachdem sich in Band 1 der Luna-Chroniken der junge Cyborg Cinder aus den tyrannischen Fängen ihrer Stiefmutter befreite, mitansehen musste, wie ihre Stiefschwester der Plage zum Opfer fiel und versuchte, Prinz Kaito vor den drohenden Gefahren durch Luna-Königin Levana zu warnen, wird in Band 2 eine neue Protagonistin eingeführt. Scarlet, angelehnt an Rotkäppchen, lebt mit ihrer Großmutter in einem kleinen, französischen Dorf, bis diese plötzlich spurlos verschwindet.

John Burnside – Ashland & Vine

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In seinem neuen Roman Ashland & Vine schreibt John Burnside über Amerikas Geschichte im 20. Jahrhundert und über die Kraft des Erzählens.

Seitdem ihr Vater gestorben ist, trinkt die Studentin Kate zu viel Alkohol. Während sie an einem Dokumentarfilm mitarbeitet, lernt sie Jean Culver kennen. Im Austausch für ihre Lebensgeschichte verlangt Jean, dass Kate mit dem trinken aufhört. Kate lässt sich auf die ungewöhnliche Abmachung ein und erfährt so von Jeans Vater, einem Anwalt, der 1935 aufgrund seiner Überzeugungen erschossen wurde.