Jan Brandt – Gegen die Welt

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Entwicklungsgeschichte, Sci-Fi Anleihen, Familiengeschichte, Wiedervereinigung und Dorfidylle. Jan Brandt schafft mit Gegen die Welt einen umfangreichen Roman, der sich keiner Kategorie zuordnen lässt und eine große thematische Vielfalt aufweist.

Mitte der Siebzigerjahre wird Daniel Kuper in die kleine Welt des Dorfes Jericho in Ostfriesland geboren. Die malerische Idylle wird nur ab und zu von einem Tiefflieger gestört, ansonsten läuft der Alltag geordnet und ohne große Überraschungen. Daniel, der Sohn eines Drogisten, ist ein schmächtiger Junge, der ziemlich viel Fantasie besitzt, diese aber in der Enge der Dorfgemeinschaft nicht ausleben kann.

Skandinavische Literatur

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Die Schönheit und Weite der Natur der nordischen Länder verzaubert jedes Jahr die Besucher aus aller Welt. Doch da wir uns ja mit Literatur beschäftigen, gibt es hier (leider) keinen Reisebericht zu lesen, sondern einen kleinen Beitrag zur skandinavischen beziehungsweise nordischen Literatur.

In den letzten Jahren hat unser Interesse für Literatur aus nordischen Gefilden immer mehr zugenommen. Im Folgenden möchten wir euch einige Autoren und Autorinnen sowie ausgewählte Romane vorstellen, die wir für besonders erwähnenswert halten und die uns aus verschiedenen Gründen gut gefallen haben.

Ronja von Rönne – Wir kommen

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Ronja von Rönne ist das wild child der deutschen Literaturszene, gefeiert und verpönt zugleich. Ihr erster Roman Wir kommen, in dem nun wirklich niemand kommt, sondern eher alle gehen, ist ein sprachliches Feuerwerk.

Nora ist jung, lebt in einer Viererbeziehung und wird ständig nachts von Panikattacken geweckt. Um den Grund für ebendiese herauszufinden, schlägt ihr Therapeut vor, alles aufzuschreiben, was so passiert. Maja, Noras beste Freundin aus der Schulzeit, ist gestorben. Und in ihrer Beziehung läuft auch nicht alles rund.

Marc-Uwe Kling – QualityLand

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Der Schöpfer des wohl bekanntesten deutschen Kängurus ist zurück: Mit QualityLand legt Marc-Uwe Kling eine humoristische Dystopie vor, die gleichsam unterhält und unseren derzeitigen Umgang mit Technik kritisch hinterfragt.

Peter Arbeitsloser – so heißt er, weil sein Vater bei seiner Zeugung keinen Job hatte – lebt in QualityLand, dem besten aller Länder. In QualityLand gibt es nur den Superlativ, etwas anderes wird nicht geduldet und würde dem Namen widersprechen. Hier wird alles über dein QualityPad geregelt: du küsst es, um irgendwo zu bezahlen, es regelt dein Leben für dich.

Zitat des Tages: Aus Haruki Murakamis „Kafka am Strand“

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„Wir alle verlieren ständig Dinge, die uns wichtig sind“, sagte er, nachdem das Klingeln aufgehört hat. „Wichtige Gelegenheiten und Möglichkeiten, oder unwiederbringliche Gefühle. Das macht das Leben aus. Aber in unserem Kopf – oder vielleicht sogar der Kopf selbst – ist ein kleines Zimmer, in dem diese Dinge als Erinnerungen aufbewahrt bleiben. Ein Zimmer wie unsere Bibliothek. Und um über unseren genauen geistigen Zustand auf dem Laufenden zu sein, müssen wir die Karteikarten in diesem Zimmer ständig ergänzen. Wir müssen reinigen, lüften und das Blumenwasser wechseln. Anders ausgedrückt, man lebt auf Ewigkeit in seiner eigenen Bibliothek.“

Haruki Murakami, „Kafka am Strand“

Matthew Weiner – Alles über Heather

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Der Schöpfer von Mad Men und Autor von Die Sopranos legt sein Romandebüt vor: in Alles über Heather erzählt Matthew Weiner von gescheiterten Lebensentwürfen, Obsessionen und dem Aufeinanderprallen von Gesellschaftsschichten.

Mark und Karen Breakstone haben erst spät geheiratet, doch schon bald kündigt sich der erste Nachwuchs an. Mit der Tochter Heather lebt die Familie ein scheinbar glückliches und sorgenfreies Leben in Manhattan. Doch als Heather in die Pubertät kommt, bricht die Familie auseinander und Heather wendet sich von der Mutter ab.

Margaret Atwood – Oryx und Crake

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Dystopie trifft Postapokalypse: In Oryx und Crake erkundet Margaret Atwood geschickt und intelligent den von Menschenhand geschaffenen Abgrund, den wir Zukunft nennen. Wollen wir wirklich so leben?

Schneemensch, der eigentlich, in seinem ehemaligen Leben, mal Jimmy hieß, lebt allein auf der Welt. Naja, nicht auf der gesamten Welt, denn allzu weit von seinem Lager hat er sich noch nicht entfernt, und auch nicht ganz allein, denn da sind noch ein paar wilde, gefährliche Tiere und die Kinder Crakes.

Daniel Suarez – Bios

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Bios, das neue Buch von Daniel Suarez, ist ein unterhaltsamer Thriller, der sich mit den Möglichkeiten und Gefahren von Gen-Edits in einer dystopischen Zukunft auseinandersetzt. Leider macht der Autor zu wenig daraus…

Im Jahr 2045 ist die biologische Moderne angebrochen. Die Städte werden von Algen gebaut und auch vor dem menschlichen Körper macht der Fortschritt nicht halt. Designer-Babys sind gefragt, ob legal oder nicht. Kenneth Durand ist bei Interpol einer der wichtigsten Agenten im Kampf gegen die Genkriminalität. Aufgrund seines Erfolgs macht er sich ein mächtiges Kartell zum Feind. Nach einem Überfall erwacht er aus dem Koma und ist nicht mehr er selbst. Er sieht anders aus, hat einen neuen Körper und eine neue DNA. Er wurde so verändert, dass er wie Marcus Wyckes aussieht, dem Kopf des Kartells, der weltweit gesucht wird.

Amélie Nothomb – Blaubart

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In der Kürze liegt die Würze: In ihrem genialen, aber nur 143 Seiten umfassenden Roman Blaubart erzählt Amélie Nothomb von Geheimnissen, der Liebe und einem völlig verrückten Spanier.

Saturnine ist eine junge, hübsche Belgierin, die eine neue Bleibe in Paris sucht. Lange Zeit schlief sie auf dem Sofa ihrer besten Freundin, doch nun hat sie ein Vorstellungsgespräch für ein traumhaftes Zimmer: ein adliger Junggeselle namens Don Elemirio vermietet ein Zimmerchen in seinem luxuriösen Stadtpalais. Der Andrang ist groß, denn es ranken sich dunkle Geheimnisse um den Spanier. Die letzten acht Frauen, die bei ihm zur Untermiete lebten, sind alle spurlos verschwunden. Hat er sie etwa umgebracht? Als Saturnine das Zimmer bekommt, hat sie die einmalige Chance, das Geheimnis zu lüften…

Per Petterson – Ich verfluche den Fluss der Zeit

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Per Pettersons Roman Ich verfluche den Fluss der Zeit, erzählt von einer schwierigen Mutter-Sohn-Beziehung, von existenziellen Problemen und davon, wie schwer es ist, die Dinge zu sagen, die am wichtigsten erscheinen.

Im November 1989, als die Mauer fällt, erfährt Arvids Mutter, dass sie an Krebs erkrankt ist. Sie beschließt, einige Tage in ihrer Heimat in einem Ferienhaus auf Jütland zu verbringen. Sie will allein sein, ohne ihren norwegischen Mann und ohne ihre Söhne. Arvid reist ihr nach, er selbst steht kurz vor der Scheidung und war schon immer das Sorgenkind der Mutter. Einzig die Liebe zur Literatur und zu Filmen verbindet die Mutter mit ihrem Sohn.