Philipp Winkler – Hool

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Literarische Außenseiter
In seinem Debütroman „Hool“ erforscht Philipp Winkler die Hannoveraner Hooligan-Szene

Hool ist der Debütroman des Autoren Philipp Winkler, der es bereits vor der Veröffentlichung auf die Longlist des Deutschen Buchpreises schaffte und später auch noch auf der Shortlist zu finden war. Winkler erzählt von Menschen, die in der Literatur bislang eher wenig Beachtung fanden, Hooligans, also Gruppen von Personen, die vor allem bei Veranstaltungen wie Fußballspielen durch ihre gewalttätigen Ausschreitungen auffallen.

Lena Dunham – Not that kind of Girl

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Sex and the City meets Joan Didion – so habe ich mir Lena Dunhams Bestseller Not that kind of Girl vorgestellt. Leider verliert sich Dunham zwischendurch in nichtssagenden Teenie-Tagebucheinträgen, statt ihr Potenzial und ihre Reichweite vernünftig zu nutzen.

Lena Dunham ist Kreativer Kopf und Schauspielerin der TV-Serie Girls, außerdem Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin. 2014 folgte ihre Autobiografie Not that kind of Girl – A young woman tells you what she’s „learned“. In fünf Themenbereichen schreibt Dunham essayistisch, ja fast schon kolumnenartig über ihr Leben (Carrie Bradshaw lässt grüßen).

Philip K. Dick – Blade Runner

Blade_Runner

Eine düstere Zukunft: In Blade Runner entwirft Philip K. Dick eine beängstigende Vision vom Leben auf der Erde und beschäftigt sich mit Fragen der menschlichen Identität. Ein zeitloser Science-Fiction-Klassiker.

Die Welt in der Zukunft: Nach einem Atomkrieg ist die Erde kaum noch bewohnbar. Viele Menschen sind auf den Mars ausgewandert. Auf ihrer Reise zum Mars werden den Menschen Androiden als Schutz zur Seite gestellt. Die auf der Erde verbliebenen Menschen sehen die Androiden allerdings als Gefahr an, weshalb Androiden die Erde nicht betreten dürfen. Sollten sie doch zurückkehren, werden sie von Prämienjägern gejagt.

J. R. R. Tolkien – Beren und Lúthien

BerenundLúthien

Vermutlich ein letztes Mal kehrt Christopher Tolkien in die Welt seines Vaters J. R. R. Tolkien zurück. Beren und Lúthien erzählt von einer unsterblichen Liebe und zeigt die ganze Tiefe und Komplexität der von Tolkien geschaffenen Mythologie.

Die Liebe von Beren und Lúthien wird von einem traurigen Schicksal überschattet. Sie ist eine unsterbliche Elbenprinzessin, er ist nur ein Sterblicher. Ihr Vater, der König, hegt eine tiefe Abneigung gegen alle Menschen.

Michael Köhlmeier – Sunrise

Michael Köhlmeier Sunrise Roman Rezension

Amüsant und gleichzeitig anspruchsvoll. In seiner Novelle Sunrise entwickelt Michael Köhlmeier ein ungewöhnliches Setting und stellt gleichzeitig tiefgehende Fragen.

Der Hollywood-Boulevard in Los Angeles während des Sonnenaufgangs: Der Obdachlose Leo Pomerantz will die Fahrbahn überqueren, die Tänzerin Rita Luna verlässt ein Stripteaselokal, während auf der anderen Straßenseite der Tod steht. Sein Ziel ist Leo, doch die vom Tod geworfene Sichel verfehlt ihn und trifft stattdessen Rita. Die empfindet ihren plötzlichen Tod als ungerecht und will sich damit nicht abfinden, weshalb sie den Tod um eine zweite Chance bittet.

Martin Suter – Elefant

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Martin Suter ist zurück. Mit seinem neuen Roman Elefant begibt er sich auf ungewohntes Terrain – die Genmanipulation. Er hat eine temporeiche Geschichte über Moral und Profitgier, über zwischenmenschliche Beziehungen und den Zusammenhalt für eine gute Sache geschaffen.

Ein Kinderspielzeug. Ein Elefäntchen, rosarot, wie ein Marzipanschweinchen, aber intensiver. Und es leuchtete wie ein rosarotes Glühwürmchen.

Thomas Pynchon – Bleeding Edge

ThomasPynchonBleedingEdge

Mit Bleeding Edge legt Thoma Pynchon einen New York-Roman vor, der sich mit dem Platzen der Dotcom-Blase und 9/11 auseinandersetzt.

Manhattan kurz vor und kurz nach 9/11. Nachdem die Dotcom-Blase geplatzt ist, entwickeln einige Programme ein Eigenleben im Internet. Eines davon trägt den Namen DeepArcher. Dahinter verbirgt sich eine verbesserte Version von Second Life, nur scheint hier wirklich alles möglich zu sein. Problemlos ist hier Geldwäsche und auch die Planung von Terroranschlägen machbar, ohne eine Spur zu hinterlassen.

Larry Brown – Fay

Fay

Der Südstaaten-Roman Fay ist das erste Buch des im Jahr 2004 verstorbenen Autors Larry Brown, das ins Deutsche übersetzt wurde. Ein Buch voller Alkohol und Gewalt, aber auch Hoffnung und Liebe.

Als sie siebzehn Jahre alt ist, beschließt Fay Jones das Hinterland von Mississippi zu verlassen. Statt weiter in der kleinen Hütte im Wald mit ihrer Familie zu leben, flieht sie vor dem gewalttätigen Vater. Mit kaum mehr als der Kleidung an ihrem Körper und zwei Dollar sucht sie einen Ausweg aus ihrem ärmlichen Leben. Ziel ihrer Träume ist der am Meer gelegene Ort Biloxi.

Philip Roth – Amerikanisches Idyll

AmerikanischesIdyll

In Amerikanisches Idyll erzählt Philip Roth die Geschichte eines zerstörten Lebens

Seymour Levov, von allen nur „der Schwede“ genannt, wächst während den Nachkriegsjahren in der jüdischen Gemeinde von Newark auf. An der Highschool ist er ein gefeierter Sportler. Er heiratet eine ehemalige Schönheitskönigin, übernimmt die erfolgreich laufende Handschuhfabrik seines Vaters und zieht nach Old Rimrock, wo hauptsächlich weiße Protestanten leben. Sein Leben scheint perfekt zu verlaufen, bis seine stotternde Tochter zur Terroristin wird. Im Zuge der Proteste gegen den Vietnamkrieg verübt sie einen Bombenanschlag auf das örtliche Postamt, bei dem ein Mensch ums Leben kommt. Nach der Tat taucht die 17-jährige unter und die heile Welt der Familie Levov zerbricht völlig.

Haruki Murakami – Mister Aufziehvogel

Murakami-Mister-Aufziehvogel

Wenn der Fluss nicht mehr fließt

Toru Okada ist seinen Job als Laufbursche in der Anwaltskanzlei endgültig leid und kündigt. Seine neu gewonnene Freizeit verbringt er damit, nach Arbeit zu suchen, sich mit dem jugendlichen Nachbarsmädchen May anzufreunden und das geheimnisvolle Grundstück des „Selbstmörderhauses“ am Ende der Gasse zu erkunden. Da seine Frau Kumiko von früh bis spät arbeitet, bittet sie Toru, sich wegen ihres verschwundenen Katers mit einer gewissen Malta Kano zu treffen – sie soll nicht die einzige seltsame Frau bleiben, die in Torus Leben tritt. Denn mit dem Verschwinden des Aufziehvogels aus seinem Garten gerät Torus Leben immer mehr aus den Fugen.