
Zwischen Literatur und Voyeurismus: Gabriel Tallent hat mit seinem Debüt Mein Ein und Alles einen unglaublich schwer verdaulichen Roman geschaffen, der von einem psychopathischen Waffennarren und verdammt viel Gewalt erzählt.
Turtle Alveston ist vierzehn Jahre alt und wächst nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem Vater auf. Völlig abgeschieden leben die beiden in einer kleinen Hütte in der Nähe von Mendocino im nördlichen Kalifornien, nur Turtles Großvater, der in einem Wohnwagen haust, ist noch in der Nähe. Turtle geht zwar zur Schule, kommt mit dem dortigen Lerntempo aber überhaupt nicht zurecht und versteht sich weder mit den anderen Schülern noch mit ihren Lehrern gut. Das ist vor allem ihrem Vater zuzuschreiben, denn Martin hat seine misogyne Einstellung an Turtle weitergegeben, die völlig ohne Frauenfiguren in ihrem Leben aufwachsen musste.









