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Carsten Jensen – Der erste Stein

Carsten Jensens Politthriller Der erste Stein über verfehlte Afghanistan-Politik und die Brutalität des Krieges leidet im zweiten Teil an zu einfachen Erklärungen, die den Gesamteindruck schwächen. In einem Militärcamp in Afghanistan treffen neue Soldaten ein. 24 Männer und die einzige Frau Hannah stehen unter der Führung des charismatischen Rasmus Schrøder. Nach ihrer Ausbildung sind sie…

Cory Doctorow – Walkaway

Eine Welt, in der alles im Überfluss produziert werden kann und trotzdem künstlich für Verknappung gesorgt wird? Cory Doctorow entwickelt in seiner Utopie Walkaway Ideen für das Zusammenleben in der Zukunft. Die Welt in der Zukunft: Ein Großteil der Menschen lebt in den Städten, wo es kaum Arbeit gibt und das Leben von Superreichen, den…

Michael Ondaatje – Warlight/Kriegslicht

Das Leben einer Mutter: Michael Ondaatjes neuestes Werk Warlight nimmt den Leser mit auf eine Reise ins London der Nachkriegszeit. Am Ende bleibt der Eindruck, dass hier trotz hohem Niveau mehr möglich gewesen wäre. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs werden Nathaniel und seine Schwester Rachel von ihren Eltern in London zurückgelassen. Sie bleiben in…

Emma Donoghue – Das Wunder

In ihrem neuen Roman Das Wunder entführt Emma Donoghue ihre Leser ins Irland des 19. Jahrhunderts – eine Zeit geprägt von Hunger und Elend und dem Kampf zwischen Glauben, Aberglauben und Wissenschaft. Irland, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die elfjährige Anna O’Donnell hat angeblich seit vier Monaten keinen Bissen Nahrung mehr zu sich genommen. Menschen aus…

Garth Greenwell – Was zu dir gehört

Garth Greenwells Debütroman Was zu dir gehört über Scham, Begehren und schwules Selbstverständnis. Vielleicht eines der Bücher des Jahres? Es beginnt auf den öffentlichen Herrentoiletten des Kulturpalastes in Sofia. Hier trifft der amerikanische Lehrer und namenlose Ich-Erzähler auf Mitko, den er für Sex bezahlt. Er ist sofort fasziniert von dem jungen Bulgaren, dem ein Teil…

Heinrich Böll – Irisches Tagebuch

Auch nach über 60 Jahren mehr als lesenswert: Heinrich Böll nähert sich in Irisches Tagebuch Irland und seinen Bewohnern. Mittlerweile ist Heinrich Bölls Irisches Tagebuch 61 Jahre alt. Die Auflage hat die Millionengrenze überschritten. Im Jahr 1954 war der Schriftsteller zum ersten Mal auf Achill Island, einer Insel die zur Grafschaft Mayo gehört und abgesehen…

Julian Barnes – Vom Ende einer Geschichte

Julian Barnes preisgekrönter Roman Vom Ende einer Geschichte über das fragile Konstrukt der eigenen Identität und Erinnerung. Als Finn Adrian in die Klasse von Tony Webster kommt, werden die beiden Jungen schnell Freunde. Bücher, Philosophie und Sex sind die wichtigsten Themen, dabei hat Tony immer den Eindruck, dass Adrian in allem klüger ist als er…

Franzobel – Das Floss der Medusa

Franzobel zeigt in seinem Roman Das Floss der Medusa, wozu der Mensch in Ausnahmesituationen fähig ist. Am achten Juli des Jahres 1816 entdeckt ein Kapitän vor der Westküste Afrikas ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was sich darauf befindet scheint unglaublich. Die letzten 15 Überlebenden von ehemals 147 Menschen. BuchDas Floss der MedusaFranzobelLiteraturRezensionRoman

Monatsrückblick: Unsere Bücher im Mai

Der Mai war ein spannender literarischer Monat, der nicht nur einige heiß ersehnte Bücher brachte, sondern vor allen Dingen auch drei ganz schöne Highlights – Han Kang, George Saunders und Joshua Cohen. Wir haben für euch einen Überblick zusammengestellt. BuchBuecherErzählungenLesenLiteraturLyrikMonatsrückblickRomanTanka

Neil Gaiman – Nordische Mythen und Sagen

Neil Gaimans neustes Buch, Nordische Mythen und Sagen, ist eine spannende, aber wenig originelle Sammlung von Nacherzählungen der altnordischen Göttergeschichten. In seiner Sammlung von Mythen erzählt Gaiman unter anderem wie Göttervater Odin die Welt erschuf, die anderen Götter und die Menschen. Oder wie Odin sein Auge verlor aber Weisheit gewann, wie Loki drei uneheliche und…