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Peter Keglevic – Wolfsegg

Überladene Handlung, die zur Groteske wird: Peter Keglevics Wolfsegg kann seinen Themen nicht gerecht werden. Die fünfzehnjährige Agnes Walder lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einem Alpental. Nach der Schule möchte sie gerne „Autoschrauber“ werden, stattdessen landet sie bei der „Raika“, der landwirtschaftlichen Genossenschaft. Nach kurzer Zeit wird sie bereits von ihrem Vorgesetzen sexuell…

Haruki Murakami – Kafka am Strand

Kafka am Strand ist vielleicht der unbequemste von Haruki Murakamis Romanen, gleichzeitig – oder vielleicht auch deswegen – aber auch einer seiner besten. „Neben der Welt, in der wir leben, existiert stets noch eine andere, die wir bis zu einem gewissen Punkt betreten und aus der wir dennoch wieder heil zurückgelangen können. Wenn wir vorsichtig…

Félix Francisco Casanova – Heute ist mein letzter Tag lebendig (hoffentlich)

Heute ist mein letzter Tag lebendig (hoffentlich) ist der erste, einzige und wirklich gelungene Roman des in jungen Jahren verstorbenen Schriftstellers Félix Francisco Casanova. Mein Verstand ist die ersoffene Kakerlake im Schleim meines Wahns. Bernardo ist erst fünfundzwanzig und doch schon des Lebens überdrüssig. Mehrmals versuchte er bisher, sich umzubringen, doch jeder Versuch scheiterte. Er…

Anna Burns – Milchmann

Zwischen Emanzipationsgeschichte und politischem Roman: Milchmann von Anna Burns wurde völlig verdient ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr erhielt der nordirische Autorin Anna Burns den Man Booker Prize für ihren Roman Milkman, der nun endlich unter dem Titel Milchmann in deutscher Übersetzung erschienen ist. Angesiedelt zur Zeit der „Troubles“ in einem namenlosen Vorort, wird die 18-jährige Erzählerin…

Monatsrückblick: gelesen im Januar

Der Januar ging unheimlich schnell vorüber – dafür haben wir in diesem Monat aber gar nicht so wenige Bücher gelesen. Waren drei von ihnen eher durchschnittlich, konnten andere uns umso mehr begeistern. Wolfgang Herrndorf – Arbeit und Struktur Im Februar 2010 erfährt der Autor Wolfgang Herrndorf, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Die Diagnose…

Fuminori Nakamura – Der Revolver

Fuminori Nakamuras Roman Der Revolver erzählt faszinierend abgeklärt von der Besessenheit einer Schusswaffe. Nishikawa, ein unscheinbarer Student, findet eines Abends im strömenden Regen eine Leiche. War es Mord? Oder Suizid? Obwohl er weiß, dass er den Tatort verfälscht und so nicht nur in die Ermittlungen eingreift, sondern auch zu einem potenziellen Verdächtigen wird, nimmt Nishikawa…

Marieke Lucas Rijneveld – Was man sät

Beeindruckendes Porträt einer zerstörten Jugend: Marieke Lucas Rijnevelds Debütroman Was man sät verstört beim Lesen. Als die zwölfjährige Jas vor Weihnachten bemerkt, dass ihr Vater ihr Kaninchen mästet, betet sie zu Gott, er solle lieber ihren Bruder als das Kaninchen zu sich holen. Noch am selben Tag ertrinkt ihr Bruder. Für die Familie steht fest,…

Rückblick: Lesemonat November

Nachdem wir unseren Monatsrückblick im Oktober haben ausfallen lassen, melden wir uns nun mit unserem Lesemonat November zurück – eine überschaubare Anzahl von fünf Büchern konnten wir beenden. Welche das waren und wie sie uns gefallen haben, erfahrt ihr im Folgenden. BelletristikFantasyKurzgeschichtenLiteraturMonatsrückblickRoman