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Steffen Mensching – Schermanns Augen

In seinem Roman Schermanns Augen erzählt Steffen Mensching die Geschichte des Graphologen Rafael Schermann zwischen sowjetischen Gulags und Parisern Salons. Im Jahr 1940 landet Rafael Schermann am Ende der Welt: im Lager Artek, einem sowjetischen Gulag. Schermann, der als Graphologe aus Handschriften Vorhersagen ableiten kann, erzeugt großes Interesse. Nicht nur der Lagerkommandant, sondern auch einige…

Monatsrückblick: Unsere Bücher im November

Wir wünschen euch einen schönen ersten Advent! Das Jahresende nähert sich schon in erschreckend schnellen Schritten und bald klopft auch schon der Weihnachtsstress an die Tür. Aber vorher möchten wir – pünktlich zum Dezemberbeginn – dann noch einmal auf unsere gelesenen Bücher im November zurückblicken, die uns mal mehr und mal weniger begeistern konnten. Guillermo…

Paul Beatty- Der Verräter

Eine Satire, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt: In seinem ausgezeichneten Roman Der Verräter fordert Paul Beatty den Leser mit einem provokanten Szenario heraus. Zu Beginn sitzt der Ich-Erzähler auf einer Bank im Supreme-Court und wartet auf seine Verhandlung. Angeklagt ist er wegen der Missachtung des 13. und 14. Zusatzartikels. Also Abschaffung…

Celeste Ng – Kleine Feuer überall

In einer Vorstadt treffen zwei Lebensphilosophien aufeinander. Celeste Ngs Roman Kleine Feuer überall ist großartig konstruiert und zieht den Leser in einen Sog, der ihn nicht mehr loslässt. In jedem der Schlafzimmer brennt es. Elena Richardson muss mitansehen, wie das Familienhaus von dem Feuer zerstört wird. In Shaker Heights, einem Vorort von Cleveland, Ohio, wo…

Marc-Uwe Kling – Die Känguru-Apokryphen

Marc-Uwe Kling ist zurück! Und mit ihm der wohl verrückteste haarige Mitbewohner in der Geschichte der deutschsprachigen Literatur. Die Känguru-Apokryphen sind witzig, gesellschaftskritisch, politisch – aber leider nicht ganz so stark wie der Trilogieauftakt. Es war einmal ein Punkt, an dem die Materie- und Energiedichte unendlich war. Eine Singularität, in der die allgemeine Relativitätstheorie nicht…

Leigh Bardugo – Die Sprache der Dornen

Moderne Märchen im traditionellen Stil: Leigh Bardugo erzählt in Die Sprache der Dornen sechs wunderschöne Geschichten, die von dunkler Magie und starken Protagonistinnen handeln und virtuos illustriert wurden. Die hier versammelten Geschichten heißen Ayama und der Dornenwald, Der zu kluge Fuchs, Die Hexe von Duva, Kleines Messer, Der Soldatenprinz und Als das Wasser Feuer ersang…

Monatsrückblick: Unsere Bücher im Oktober

Nachdem der September schon ein recht überschaubarer Lesemonat war, ist der Oktober nicht unbedingt stärker, was die Romananzahl betrifft. (Vielen Dank an dieser Stelle an meine Hausarbeit, die geschrieben werden wollte!) Dennoch haben zwei ganz schöne Schinken ihren Weg in unser Bücherregal gefunden sowie ein paar dünnere Buchperlen. Steffen Mensching – Schermanns Augen Der Graphologe…

Astrid Rosenfeld – Kinder des Zufalls

Astrid Rosenfeld, die vom Diogenes Verlag zum neuen Kampa Verlag gewechselt ist, legt mit Kinder des Zufalls ihren neuen Roman vor, der bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Als Kind verbringt Maxwell viel Zeit auf den Highways Amerikas. Charlotte, seine Mutter, zieht es immer von einem Ort zum nächsten. Sie stammt eigentlich aus Deutschland…

Nicole Krauss – Waldes Dunkel

Nicole Krauss‘ Roman Waldes Dunkel erzählt von zwei Menschen, die in Israel nach sich selbst suchen. Schöne, mystische Momente werden allerdings von zu viel Verwirrung überschattet und der Leser fühlt sich am Ende ähnlich verloren wie die beiden Protagonisten. Jules Epstein, ein erfolgreicher und wohlhabender New Yorker Anwalt, lässt eines Tages alles stehen und liegen…