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Carys Davies – West

Zwischen inhaltlicher Langeweile und sprachlicher Eleganz: Carys Davies West kann nur auf einer Ebene begeistern. Der Maultierzüchter Cy Bellman aus Pennsylvania verlässt im Jahr 1815 seine Tochter, um in den Westen zu reiten. Grund für die Reise ist ein Artikel, den er in einer Zeitung gelesen hat und der ihm keine Ruhe mehr lässt: dort…

Lawrence Osborne – Denen man vergibt

Ein gekonntes Spiel mit Gegensätzen: Lawrence Osborne lässt in Denen man vergibt unterschiedliche Welten aufeinanderprallen. Mitten in der marokkanischen Wüste haben Richard und Dally sich ein Zuhause geschaffen, in das sie regelmäßig Freunde und Bekannte zu ausschweifenden Partys einladen. Ein britisches Ehepaar macht sich angetrunken auf den Weg zu dem abgelegenen Anwesen und überfährt auf…

Matt Haig – Mach mal halblang

Matt Haigs neuestes Sachbuch Mach mal halblang – Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten füttert authentische persönliche Erlebnisse von Stress, Panikattacken und Ängsten mit Daten, Zahlen und Fakten, um einen spannenden Blick auf unsere moderne Gesellschaft und ihre Probleme zu werfen. Soziale Medien, Schlafmangel, Nachrichten-Überladung: Haig erläutert, welche Faktoren den modernen Menschen heute besonders stressen und…

Kurz und knackig: Nach dem Beben (Haruki Murakami)

Eine Frau, die verschwindet, eine unbefleckte Empfängnis und ein Frosch, der Tokyo rettet – die sechs Kurzgeschichten in Murakamis Sammelband Nach dem Beben sind alle, teils eng, teils lose, mit dem Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 verknüpft. „Wohin man auch geht, sich selbst entkommt man nicht. Es ist so wie mit dem eignen Schatten,…

Daniel Kehlmann – Tyll

Daniel Kehlmann nutzt in Tyll den mittelalterlichen Narren als Dreh- und Angelpunkt und entwirft in geschickt miteinander verbundenen Episoden ein Panorama des dreißigjährigen Krieges. Tyll Ulenspiegel wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf geboren. Nachdem sein Vater in einen Konflikt mit Hexenjägern der katholischen Kirche gerät, flieht Tyll mit der Bäckerstochter Nele.…

Zitat des Tages: Aus Matt Haigs „Mach mal halblang“

Das Lesen ist die innige Verbindung zu der Vorstellungskraft eines anderen Menschen. Häufig wird das Lesen auf seine pädagogische Funktion reduziert. Aber hier liegt ein Missverständnis vor. Das Lesen ist nicht deshalb wichtig, weil es uns Fakten beibringt oder zu einem Job verhilft. Es ist wichtig, weil es uns einen Raum gibt, wo wir jenseits…

Michel Houellebecq – Karte und Gebiet

Michel Houellebecq schreibt sich selbst in einen Roman ein. Der Künstlerroman Karte und Gebiet ist eines seiner besten Werke. Der Gegenwartskünstler Jed Martin wird aufgrund seiner Porträts berühmt. Einer der Porträtierten ist der bekannte Schriftsteller Michel Houellebecq. Für eine Ausstellung soll er ein Kapitel zum Katalog beisteuern. Houellebecq erweist sich bei den Treffen mit Jed…

Christoph Ransmayr – Atlas eines ängstlichen Mannes

Christoph Ransmayr nimmt seine Leser in Atlas eines ängstlichen Mannes mit auf einebeeindruckende Reise um die Welt, erzählt in poetischer Sprache und ausgeschmückt mit stimmungsvollen Details. Auf dieser Pirschfahrt hatten wir Buckelwalbullen gesehen, die mit wenigen Flukenschlägen die Gesamtheit ihrer ungeheuren Masse aus dem Wasser katapultierten, dann für einen Augenblick in voller Größe über den…

Rückblick: Lesemonat Mai

Insgesamt acht Bücher haben wir im Mai gelesen, darunter Fantasy, einen Klassiker, Kurzgeschichten und einen äußerst polarisierenden Autor. Im Folgenden erfahrt ihr, welche davon uns besonders überzeugen konnten: Daniel Kehlmann – Tyll Daniel Kehlmann versetzt die legendäre Figur des Tyll Ulenspiegel in die Zeit des dreißigjährigen Krieges. Tylls Vater wird wegen Hexerei verurteilt, Tyll flieht…