Irische Literatur

LRM_EXPORT_20180623_133834

Irland ist eines der Länder, die gerne schnell übersehen werden. Die Leute zieht es in die schottischen Highlands oder an die englische Küste und auch bei bekannten englischsprachigen Autoren denkt man zunächst eher an amerikanische oder britische Schriftsteller. Dabei hat Irland sowohl für Reisende als auch für Literaturliebhaber einiges zu bieten. Wir möchten euch heute ein paar irische Autoren und ihre Werke vorstellen.

Sebastian Barry – Mein fernes, fremdes Land

Wie es wohl klingen mag, wenn einer Neunundachtzigjährigen das Herz bricht? Leise und zart, vermutet die Irin Lilly Bere. Viele Herausforderungen hat sie gemeistert, seit sie als junge Frau vor der IRA nach Amerika fliehen musste. Continue reading „Irische Literatur“

Heinrich Böll – Irisches Tagebuch

LRM_EXPORT_20180620_150500

Auch nach über 60 Jahren mehr als lesenswert: Heinrich Böll nähert sich in Irisches Tagebuch Irland und seinen Bewohnern.

Mittlerweile ist Heinrich Bölls Irisches Tagebuch 61 Jahre alt. Die Auflage hat die Millionengrenze überschritten. Im Jahr 1954 war der Schriftsteller zum ersten Mal auf Achill Island, einer Insel die zur Grafschaft Mayo gehört und abgesehen von der Hauptinsel die größte Insel des Landes ist. Hier sind bis heute ungefähr 87% Prozent der Fläche mit Torfmooren bedeckt. Continue reading „Heinrich Böll – Irisches Tagebuch“

Julian Barnes – Vom Ende einer Geschichte

LRM_EXPORT_20180614_110439

Julian Barnes preisgekrönter Roman Vom Ende einer Geschichte über das fragile Konstrukt der eigenen Identität und Erinnerung.

Als Finn Adrian in die Klasse von Tony Webster kommt, werden die beiden Jungen schnell Freunde. Bücher, Philosophie und Sex sind die wichtigsten Themen, dabei hat Tony immer den Eindruck, dass Adrian in allem klüger ist als er selbst. Der Kontakt hält auch nach der Schulzeit. Doch dann hat die Freundschaft ein plötzliches Ende. Continue reading „Julian Barnes – Vom Ende einer Geschichte“

Wakayama Bokusui – In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter

Processed with VSCO with a5 preset

Der Manesse Verlag hat einen Gedichtband mit Tanka des japanischen Dichters Wakayama Bokusui herausgebracht. In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter ist eine Liebeserklärung an die Natur im Allgemeinen und den Fuji im Besonderen.

Tanka werden im Gegensatz zu Haiku vermutlich den wenigsten Menschen im Westen ein Begriff sein. Haiku, die berühmten dreizeiligen Gedichte mit der 5-7-5 Silbenstruktur sind mit DIE Repräsentanten für japanische Literatur, insbesondere die japanische Lyrik. Continue reading „Wakayama Bokusui – In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter“

Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore 2: Eine Metapher wandelt sich

Rezension Haruki Murakami Die Ermordung des Commendatore 2 eine Metapher wandelt sich

Haruki Murakami, schon seit mehreren Jahren einer der Top-Anwärter auf den Literaturnobelpreis, legte im April seinen zweiten Band des Romans Die Ermordung des Commendatore vor. Wie auch im japanischen Original ist das Buch zweigeteilt – in Japan hatten Murakamis Leser jedoch das Glück, dass beide Bände zeitgleich erschienen. Band 1, Eine Idee erscheint, wurde bereits im Januar veröffentlicht, erst drei Monate später folgte jetzt Band 2, Eine Metapher wandelt sich.
Doch schafft der gefeierte Schriftsteller, der mittlerweile vierzehn Romane und etliche Erzählungen geschrieben hat, es auch, die offenen Fragen und Rätsel aus Band eins weiterzuspinnen, die Spannung aufrecht zu erhalten und den Roman zu einem gelungenen Abschluss zu bringen? Continue reading „Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore 2: Eine Metapher wandelt sich“